Die „Wunderzahnbürste“ Amabrush – der Test.

Da liegt das Postpaket nun vor mir an einem Freitag Abend. Nach einer langen und arbeitsreichen Woche in unserer Zahnarztpraxis, etwas müde aber immer noch voller Tatendrang, möchte ich keinen weiteren Augenblick verlieren das „Ding des Jahres“ nun endlich auszuprobieren. Ich habe ja schließlich ein halbes Jahr seit September 2018 auf die 128,- Euro Zahnbürste gewartet.

Tatsächlich war die Amabrush in Fachkreisen schon bekannt, bevor die revolutionäre Zahnbürste an der Pro7-Sendung „Das Ding des Jahres 2018“ teilnahm. Denn Sie verspricht ein Meilenstein der Mundhygiene zu sein. Es klingt zu gut um wahr zu sein: strahlend saubere Zähne, ohne große Mühe und Geschick in nur 10 Sekunden Anwendung! Genial! Endlich ein Tool, das den ganz großen Durchbruch verspricht. Die Mundhygiene der Bevölkerung verbessert sich und weniger zahnärztliche Behandlungen sind notwendig.

Die Idee dahinter ist folgende: Ohne großes Geschick, platziert sich die Zahnbürste auf allen zugänglichen Zahnoberflächen und reinigt diese gleichzeitig 10 Sekunden lang. Denn putzt man vergleichsweise mit einer elektrischen Zahnbürste überdurchschnittliche 3 Minuten und gründlich, dann wird jede Zahnoberfläche bei 32  vorhandenen Zähnen (180s : 100 Flächen = 1,8s) 1,8 Sekunden gereinigt. Demnach müsste die Amabrush 5,5 mal so gründlich sein wie eine handelsübliche elektrische Zahnbürste.

Die Zahnbürste wird in einem schicken weißen Karton geliefert. Das Unboxing wird ähnlich wie bei Apple Produkten regelrecht zelebriert: Hier ein nettes Päckchen, dort zwei bestens verarbeitete Schlaufen zum Öffnen. Alles sauber angeordnet. Die Zahnbürste selbst ist unter einer Schutzfolie eingeschweißt. Diese abzuziehen, zaubert selbst Steve Jobs im Himmel noch ein Lächeln ins Gesicht. Es wird also alles dafür getan, den neuen Besitzer zu einem stolzen Eigentümer zu machen.

In der Verpackung sind zudem noch ein Willkommen-Schreiben mit Bedienungsanleitung, eine Induktionsladeschale und ein Drei-Monats-Vorrat an Zahnpasta enthalten. Von diesem wurde lediglich eine Geschmacksrichtung von Dreien ausprobiert. Die Zahnbürste selbst besteht aus einem Handstück mit zwei „Knöpfen“ an der Vorderseite und dem Mundstück, das man magnetisch ans Erstere andockt. Beide sind ausreichend gut unter fließend Wasser zu reinigen und gut verarbeitet.

Das relativ einfache Installationsprozedere ist nun folgendes: eine der drei mitgelieferten Zahnpasta-Patronen öffnen und in die Rückseite des Handstücks stecken. Anschließend mehrfach auf den oberen der zwei Knöpfe auf der Vorderseite drücken bis Zahnpaste aus den Austrittsöffnungen des Mundstückes austritt. Dies muss man nur beim ersten Mal mehrfach wiederholen, da die dünnflüssige Zahnpasta erstmals den ganzen Weg von der Patrone zum Mundstück gepumpt werden muss. Bei weiteren Anwendungen, soll laut Hersteller einmaliges Drücken pro Putzvorgang reichen. Dazu später mehr. Nun das leicht flexible Mundstück im Mund platzieren (passte von der Größe problemlos bei Mann und Frau) und mit leichten Biss die Zahnreihen hineingleiten lassen. Wichtig ist hierbei, dass man nicht dauerhaft zubeißt, sondern lediglich das Mundstück bestimmt aber lose zwischen den Zahnreihen platziert. Dann kann es losgehen, in dem man den unteren Knopf an der Handstück Vorderseite einmal betätigt. Es blinkt ein Licht und kurz danach beginnt der 10 sekündige Putzvorgang. Selbiger wird  automatisch beendet. Faszinierend dabei wie schnell 10 Sekunden vergehen können. Die Vibrationen und die Lautstärke der Reinigung sind etwas stärker als bei einer herkömmlichen elektrischen Zahnbürste und damit nicht unangenehm.

Und? Wie ist das Putzergebnis nach ca. 12 Stunden Plaque Ansammlung? Nun leider, SEHR ERNÜCHTERND! Um es genauer auszudrücken: sehr enttäuschend. Die Erwartung war, dass das Putzergebnis zumindest so gut ist, wie bei den beiden Marktführern elektrischer Zahnbürsten. Aber von dem deutlich spürbaren Zahnbelag nach einem langen Arbeitstag, war auch hinterher kaum eine Veränderung feststellbar. Um es klarzustellen, dieser Putzbericht hier erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Es wurden keine Plaquefärbetabletten verwendet. Es wurden keine Mundhygiene Indizes wie API und SBI erhoben.  Es wurden keine Resultate notiert und diese auch nicht statistisch gegenüber herkömmlichen elektrischen Zahnbürsten ausgewertet. Denn das war absolut nicht notwendig und auch nicht gewollt. Es ging um die Frage: strahlend, saubere Zähne in 10 Sekunden bei zahnärztlicher Anwendung? Ganz klar nein! Auf die ersten „echten“ wissenschaftlichen Auswertungen gegenüber den Marktführern ist zu warten. Aber nach eigener Einschätzung werden diese mehr als signifikant schlechter ausfallen als bei der Konkurrenz.

Aber warum ist das Ergebnis so enttäuschend? Liegt es an falscher Anwendung? Waren die Testbedingungen unfair? Beides ist klar mit nein zu beantworten. Aus zahnärztlicher Erfahrung und technischen Kenntnissen heraus, wurde nicht lange genug in die technische Entwicklung investiert. Die „Bürste“ besteht aus mehreren Reihen „Silikonborsten“, die schräg angeordnet sind. Zum einen könnten von diesen Borsten mehr vorhanden sein, die Borsten könnten dichter stehen um damit eine größere Reinigungswirkung erzielen. Zum anderen schwingen diese Silikon-Borsten einmal im Mund angelegt so gut wie nicht mehr. Aktiviert man die Reinigung stattdessen testweise ausserhalb des Mundes, kann man gut erkennen wie die einzelnen Silikonborsten mit der Vibration mitschwingen. Im Mund stattdessen sind die Borsten zu massiv und träge, dass diese beim Kontakt zur Zahnoberfläche quasi aufhören zu schwingen. Warum der Hersteller keine echten feinen Borsten entwickelt hat, lässt sich nur damit erklären, dass diese sich beim Anlegen der Bürste schneller abnutzen und früher ausgetauscht werden müssten, was wiederum bei der Größe des Mundstückes schnell ins Geld gehen würde.

Ein weiterer Kritikpunkt ist:  man hatte das subjektive Gefühl, dass nicht genug Zahnpasta im Mund sei. Ein schäumendes und damit reinigendes Gefühl kam nicht auf. Man hat das Bedürfnis nicht nur einmal sondern mehrmals auf den Zahnpasta „Pump-Knopf“ zu drücken. Nach mehrmaliger Anwendung war daher die erste Zahnpasta-Patrone schon halb leer. Es ist schleierhaft, wie die drei mitgelieferten Patronen drei Monate halten sollen. Sowohl aus ökologischer  als auch aus ökonomischer Sichtweise, sind diese Zahnpasta-Patronen kritisch zu betrachten. Sie sind recht massiv aus Kunststoff gefertigt und werden nach ihrem kurzen Leben einfach entsorgt. Kunststoff Müll Reduktion sieht heutzutage anders aus. Wie teuer diese Patronen in der Neuanschaffung sind, wurde nicht recherchiert. Aber die Preise für Drucker-Tintenpatronen lassen auch hier böses erahnen. Es ist eine weitere lukrative Einnahmequelle des Amabrush Herstellers, die Zahnpasta-Patronen exklusiv zu vertreiben. Normale Zahnpasta kann man leider nicht verwenden, diese war im Test zu träge und klebrig um überhaupt eine Reinigung zu erzielen. Es bleibt abzuwarten ob ein Fremdhersteller eine dünnflüssige Alternative aus der herkömmlichen Tube entwickelt. Dies würde Ressourcen und Geld sparen.

Das Fazit: Die Idee genial, die technische Umsetzung ungenügend: Im großen und ganzen erzeugt die Amabrush zunächst das „musst have“ Gefühl, um dann aber bei Ihrer eigentlichen Aufgaben massiv zu schwächeln. Der Zahnbürste könnte jedoch der ganz große Durchbruch noch bevorstehen, wenn die technische Entwicklung des Mundstücks, insbesondere der Borsten vorangetrieben wird. Zudem sollten Fremdanbieter dünnflüssige Zahnpasta entwickeln und anbieten um den Wahnsinn der Zahnpasta-Patronen zu umgehen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Edit: Im Juni 2019 musste Amabrush Insolvenz anmelden. Vermutlich erging es den Usern ähnlich wie bei unseren Test. Der grundsätzlich gute Ansatz, wurde nicht bis zum Ende durchdacht und entwickelt.

Unerfüllter Kinderwunsch wegen Zahnproblemen

 

Die Zahl ungewollt kinderloser Paare steigt in Deutschland von Jahr zu Jahr. Neben bisher bekannter Probleme, nennen Reproduktionsmediziner  nun  auch Zähne als bisher unterschätzte Ursache.

Dabei kann eine kleine Entzündung an den Zähnen schon ausreichen, dass sich eine Schwangerschaft gar nicht erst einstellt. Laut der fünften deutschen Mundgesundheitsstudie leidet fast die Hälfte der Deutschen unter ernsten Zahnfleischentzündungen wie Parodontitis. Das Heimtükische an dieser Form der Entzündung ist, dass man diese nur selten bemerkt. Erst im weiter fortgeschrittenen Stadium geht das Zahnfleisch sichtbar zurück, da der darunter liegende Kieferknochen abgebaut wird. Am Ende verlieren die Zähne ihren Halt, lockern sich und fallen aus.

Leiden Frauen an einer Parodontitis, sinkt signifikant die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft oder es braucht mehrere Versuche. Auch bei Männern leidet die Spermienqualität bei chronischer Parodontitis.

Treiben die Mikroorganismen ihr Unwesen in der Zahnfleischtasche, dringen diese relativ leicht in den Körperkreislauf ein und können einen enormen negativen Einfluss auf Ihre Gesundheit haben. Bei schwangeren Frauen kann z.B. eine unbehandelte Parodontitis die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt auf das 8-fache erhöhen.

Aber auch in der Schwangerschaft, kann man eine Parodontitis noch behandeln. In leichten Fällen, reicht eine professionelle Zahnreinigung schon aus, um das schädliche Mikromileau deutlich zu reduzieren. In späteren Stadien, kann zusätzlich noch eine Antibiotika Einnahme erfolgen.

Nach erfolgreiche Behandlung sinkt bei Schwangeren das Frühgeburtenrisiko und bei Patientinnen mit Kinderwunsch steigen die Chancen, dass der Kinderwunsch in Erfüllung geht.

Wenn es dann mit der Schwangerschaft geklappt haben sollte, bitte weiterhin zur Kontrolle zum Zahnarzt erscheinen. Denn die Hormonumstellung im Organismus verändert die Beschaffenheit des Zahnfleisches im negativen, was wiederum eine Parodontitis begünstigen könnte.

Letztendlich sind die Zähne nicht die alleinige Ursache für das ausbleibende Babyglück. Dennoch gilt: wer schwanger werden möchte, sollte vorab seine Zähne überprüfen lassen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Bergkirchweih 2018

 

Pünktlich zum Pfingstwochenende startet morgen am 17. Mai in Erlangen wie jedes Jahr die fünfte Jahreszeit – die Erlanger Bergkirchweih! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Leider steigt zur Erlanger Bergkirchweih auch die Zahl der Zahnunfälle an, nur gut dass das Bier gleichzeitig auch ein super Aufbewahrungsmedium für abgebrochene Zähne darstellt. Bier selbst hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen! Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

https://www.berch.info

Advent, Advent ein Lichtlein brennt.

Am Sonntag beginnt wieder die Adventszeit. Von Vielen herbeigesehnt, da man ja ohne Reue naschen kann. Naschen ist ja quasi jetzt Vorschrift. Und bei dem nasskalten Wetter draußen, kann man es sich auf den Weihnachtsmärkten oder daheim richtig gemütlich machen.

Neben vielen anderen Dingen gibt es momentan all die leckeren verführerischen Süßigkeiten, die viele von uns an der Weihnachtszeit so sehr lieben. Neben den Klassikern wie Lebkuchen, Spekulatius und Vanille Kipferl sind auch Dominosteine und Schoko-Weihnachtsmänner besonders beliebt. Aber wie immer im Leben, sollte man diese Leckerli in Maßen genießen. Denn nicht nur Ihre Waage zu Hause wird es Ihnen danken, sondern auch Ihre Zähne freuen sich über weniger Zuckerkonsum! Denn wie die meisten von uns wissen, macht besonders Zucker die Zähne kaputt. Wenn der Zucker dann noch in sehr klebriger Form wie momentan konsumiert wird, beschleunigt das den zerstörerischen Prozess an den Zähnen. Für alle von uns, die schon immer wissen wollten welche Süßigkeit die Zähne am schnellsten zerstört: Karamell! Karamell besitzt beide zerstörerischen Eigenschaften, die sich verheerend auf die Zahngesundheit auswirken: Hoher Zuckergehalt und hohe Klebrigkeit! Je länger der Zucker an den Zähnen klebt, desto schneller entsteht Karies!

Um Ihnen nicht die Weihnachtszeit mit diesem Artikel zu vermiesen, sei Ihnen gesagt, dass der zahnärztliche Autor bei Lebkuchen und Spekulatius auch nicht nein sagen kann und gerne zulangt. Es gibt nur folgende Dinge zu beachten um ohne Reue durch die Weihnachtszeit zu kommen:

Versuchen Sie nur in Maßen die Weihnachtsleckereien zu konsumieren. Wenn Sie diese essen, dann am besten nach den Hauptmahlzeiten und nicht zwischendrin. Wenn Ihnen doch mal zwischendrin ein Plätzchen „aus Versehen“ in den Mund gefallen ist, putzen Sie bitte NICHT sofort die Zähne! Nehmen Sie stattdessen einen zuckerfreien Zahnpflegekaugummi!

Zahnpflegekaugummis, am besten Xylit-haltig sind schnell zur Hand und lassen sich bequem auch zum Weihnachtsmarkt mitnehmen. Damit Sie ohne schlechtes Gewissen und viel Freude durch die zuckerhaltige Weihnachtszeit kommen!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann fragen Sie die Zahnärzte Ihrer Zahnarztpraxis Dr.Trapper & Dr.Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr.Rüdiger Aplas

Neuer, alter Trend: Das Ölziehen

Momentan ist es buchstäblich wieder in aller Munde: Das Ölziehen. Was ist dieser neuer, alte Trend und wie funktioniert er?

Das traditionelle Ölziehen stammt aus dem indischen Raum und wird dort als Gandusha bezeichnet. Ayurveda-Ärzte erkannten schon vor langer Zeit, dass zwischen einem gesunden Mund und gesunden Organen im gesamten Körper ein Zusammenhang besteht. Daher gilt auch für sie das Motto: Gesundheit beginnt im Mund! Da unsere Praxis vor allem auch auf Umweltzahnmedizin spezialisiert ist, wird das Ölziehen auch bei uns genau erklärt und vor allem bei Zahnfleischerkrankungen empfohlen und praktiziert. Wie funktioniert nun dieses Ölziehen genau?

Es reicht ein Esslöffel Öl aus, den man morgens auf nüchternen Magen und nach dem Zähneputzen in den Mund nimmt. Ein ständiges Hin- und -herziehen mit dem Öl entfernt Bakterien und deren Giftstoffe und bindet diese im Öl. Möchte man zwischendrin Gurgeln oder Spülen, kann man das Öl auch zwischendurch ausspucken und einen neuen Löffel nehmen. Diese Prozedur kann man so lange machen wie man möchte, eine Minute sollte sie aber schon mindestens dauern. Am Ende spuckt man das Öl aus und spült mit warmen Wasser den Mund nochmals aus.

Welches Öl ist dafür geeignet? Es sollte sortenrein, ohne Zusätze und kaltgepresst sein. Am besten ist Kokosöl geeignet. Palmenöl ist auch gut, sollte aber wegen der dafür meist notwendigen Abholzung der Regenwälder nicht gekauft werden. Der positive Effekt, den Kokosöl auf unsere Gesundheit haben soll, wird auf die große Menge der darin enthaltenen Laurinsäure zurückgeführt, die 45 bis 50 Prozent der Inhaltsstoffe ausmacht. Über die Laurinsäure und ihre Eigenschaften wird seit den 60er Jahren geforscht. Wissenschaftlich bestätigt ist ihre antimikrobielle Wirkung. So schaffen es die mittelkettigen Fettsäuren zum Beispiel, Viren außer Kraft zu setzen, indem sie deren äußere Membran aus Lipiden unterbrechen und damit zerstören. Das Innere wird freigesetzt, und das Virus geht zugrunde, indem es sich quasi auflöst.

Genau diese Wirkung gegen Viren, Mikroben, (Hefe-)Pilze, Bakterien & Co. macht die Laurinsäure aus.  Erst im menschlichen Körper entfaltet die Laurinsäure ihre Wirkung, weil sie dort in ihre Bestandteile aufgespalten wird. Auch verringert das Öl als solches scheinbar die bakterielle Neubesiedlung an den Zahnoberflächen

Aktuelle klinische Studien belegen eine signifikante Wirkung des Ölziehens auf die Mundgesundheit. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Probanden, die Kokosöl in Ihre tägliche Mundhygiene einbezogen hatten, sich die Anzahl an bakteriellen Belägen und Zahnfleischentzündungen um bis zu 50 Prozent verringert hatte. Dazu schreiben die Autoren, dass mit einer Verbesserung der Gingivitis um 50 Prozent ähnliche Erfolgsquoten erzielt wurden, wie bei einer Behandlung mit Chlorhexidin. Sie sprechen sich dadurch für das Ölziehen aus. Die üblichen Nebenwirkungen einer längeren Chlorhexidinbehandlung können dadurch vermieden werden. Wie zum Beispiel eine Beeinflussung des Geschmackempfindens oder einer Verfärbung der Zähne. Die Schleimhäute leiden außerdem nicht unter der Behandlung, sondern werden zusätzlich gepflegt.

Das Ölziehen mit Kokosöl ist eine erschwingliche und simple Methode, eine Gingivitis zu behandeln und eine gute Mundgesundheit beizubehalten. Daher ist sie eindeutig zu empfehlen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Erlanger Bergkirchweih 2017

Am kommenden Pfingstwochenende startet in Erlangen wie jedes Jahr Bayerns ältestes Bierfest! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Auf die Themen, dass die Zahl der Zahnunfälle während der Erlanger Bergkirchweih steigt oder dass Bier gut als Aufbewahrungsmedium für verloren gegangene Zähne taugt, möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Bier hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen. Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

Mit der Schule fertig und nun? Wir bilden Dich aus!

 copyright ulmato

Du interessierst Dich für Menschen, Organisation und Verwaltung, kannst Dich gut ausdrücken und bist vielseitig? Dann passt zu Dir der Beruf des/der Zahnmedizinischen Fachangestellte/n.

Deine Ausbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellte/n ist vielseitig und Du lernst unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten kennen, die diesen Beruf so interessant machen. Abrechnung und Bürotätigkeiten gehören ebenso zu Deinen Zuständigkeitsgebieten wie die vollumfängliche Tätigkeit im Behandlungszimmer. Die gesamte Ausbildung konzentriert sich darauf, Dich zu einem Allrounder in der Zahnarztpraxis zu machen.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre, der Ausbildungsbeginn ist der 01.09.2017. Nach erfolgreich bestandener Prüfung besitzt Du den Abschluss zur/zum  Zahnmedizinische/n Fachangestellte/n.

Während der Ausbildung lernst Du:
  • Alles über  Tätigkeiten von Zahnmedizinischen Fachangestellten
  • Dich zu organisieren und Deine Arbeit zu dokumentieren
  • Alles über innerbetriebliche Informations- und Kommunikationsflüsse

 

Das solltest Du mitbringen:
  • Gute Auffassungsgabe
  • Gewandtheit im schriftlichen und mündlichen Ausdruck
  • Genauigkeit
  • Geschick im Umgang mit dem PC
  • Selbstständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gute Umgangsformen

 

Wir freuen uns über deine Bewerbung per Post oder Email:
Zahnarztpraxis

Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas

Fr. Jasmin Schweigert

Neumühle 2

91056 Erlangen

Email: info@schoene-zaehne-erlangen.de

Tel: 09131/65595

Amalgam wird als Füllungsmaterial verboten.

Das millionenfach als Zahnfüllung verwendete Amalgam wird mehr und mehr zurückgedrängt. Grund dafür ist eine neue Vorschrift der Europäischen Union. Was in unserer Praxis schon längst Standard ist, soll nun auch gesetzlich umgesetzt werden. Die Gesetzesänderung soll in einem ersten Schritt besonders empfindliche Personen vor dem in den Zahnfüllungen enthaltenen Quecksilber schützen. Ab 1. Juli 2018 sollen Zahnärzte Amalgam bei Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen nur noch in absoluten Ausnahmen nutzen, erklärte die EU-Kommission. Ein grundsätzliches Verbot ist damit vorerst vom Tisch. Stattdessen wird bis 2020 geprüft, ob wir Zahnärzte ab 2030 ganz darauf verzichten können.Der Kompromiss zwischen dem EU-Parlament, den Mitgliedsländern und der Kommission ist Teil eines Pakets zur Umsetzung der sogenannten Minamata-Konvention, die die Nutzung von Quecksilber eindämmen soll. Amalgam gilt dabei besonderes Augenmerk.

Der Stoff dient seit Jahrzehnten als billige und gängige Lösung, um Löcher in den Zähnen zu füllen. Allerdings kommen mit ihm pro Jahr auch bis zu 75 Tonnen Quecksilber in der EU in Umlauf. In Deutschland wird das Füllmaterial zwar weniger angeboten, so ist es in unserer Praxis gar nicht verfügbar, in anderen EU-Ländern ist es jedoch noch sehr verbreitet.

Für Patienten ungefährlich?Die EU-Kommission schätzt die Amalgam-Füllungen zwar als für Patienten ungefährlich ein, zumal sie im Mund verkapselt sind. Kritiker äußern jedoch immer wieder Zweifel. Thema sind vor allem Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung und der Entsorgung der Füllungen sowie bei der Verbrennung von Verstorbenen in Krematorien. Bei der Gesetzesinitiative wird aber deutlich, dass gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden können.Quecksilber kann über die Atmosphäre in die Nahrungskette gelangen und sich letztlich im Körper anreichern. Zum 1. Januar 2019 wird eine eigene Sammlung und sichere Entsorgung quecksilberhaltiger Abfälle aus Zahnarztpraxen vorgeschrieben.

Wenn Sie zu diesem oder anderen Themen noch Fragen haben sollten, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Periimplantitis

Peri…WAS???

Periimplantitis ist der Fachbegriff für die Entzündung des Implantatbetts. Das Implantatbett ist das Gewebe, welches das zahnärztliche Implantat an Ort und Stelle hält: Das Zahnfleisch und der Kieferknochen. Im Zuge dieser Entzündungsform geht dieses Gewebe verloren bis auch das Implantat verloren geht. Die Periimplantitis ist sozusagen die Parodontitis des Implantates.  99 Prozent aller verloren gegangener Implantate haben eine Periimplantitis als Ursache. Ein Implantat hält in der Regel ein Leben lang. In groß angelegten Studien ließ sich zeigen, dass 85 Prozent aller weltweit gesetzter Einzelzahnimplantate noch im Mund sind. Das ist eine großartige Prozentzahl, wenn man sie einer anderen Zahl gegenüber stellt, nämlich der meist gebräuchlichen Alternativversorgung: Der Brücke. Eine Brücke hat eine statistische Verweildauer von 15-20 Jahren im Mund. Wieviele Brücken sind noch nach 30 Jahren im Mund? 0-20 Prozent!

Nun sind 85 Prozent eine gute Zahl, aber was macht die Periimplantitis genau, dass 15 Prozent der Einzelzahnimplantate an ihr verloren gehen? Und 15 Prozent entspricht in Deutschland momentan einer Zahl von 150.000 Implantaten pro Jahr. Nun das Problem Periimplantitis beschäftigt die Zahnärzteschaft weltweit und es existiert bis heute kein einheitlicher Therapieansatz, weil bis heute keine Therapie dagegen gefunden wurde. Es gibt lediglich Empfehlungen, aber keine gesicherte Methode eine Periimplantitis zu therapieren!

Was macht die Periimplantitis so schwer zu behandeln? Nun, wie ich ein paar Zeilen zuvor schon erwähnt habe, ist eine Periimplantitis vergleichbar mit einer Parodontitis am natürlichen Zahn, nur am Implantat. Beide Entzündungsformen werden von Bakterienbelägen am Implantat bzw. am Zahn verursacht. Der Unterschied beider Entzündungsformen liegt in den Chancen auszuheilen. Eine Parodontitis kann man gut therapieren. Hierzu muss man die Zahn- bzw. Wurzeloberfläche gründlich von hartnäckigen Bakterienbelägen befreien. Bleibt es dauerhaft sauber am Zahn heilt eine Parodontitis aus. Und hier liegt der Unterschied: am Implantat lassen sich die Bakterienbeläge nicht entfernen. Das liegt daran, dass im Gegensatz zum natürlichen Zahn, das Implantat keine glatte Oberfläche besitzt. Es hat in der Regel eine Schraubenform mit den dazu gehörigen Gewindegängen. Unterhalb der Gewindegänge kann man als Zahnarzt sehr schlecht sauber machen. Das ist aber nicht das einzige: in der Implantatoberfläche befinden sich mikroskopisch kleine Poren, damit in der Einheilphase Knochenzellen sehr gut einwachsen können. Die Bakterienbeläge in den mikroskopisch kleinen Poren lassen sich bis zum heutigen Tag mit keiner Methode entfernen. Das wiederum bedeutet über kurz oder lang den Verlust des Implantates.

Da bis heute keine zuverlässige Methode gefunden wurde eine Periimplantitis zu therapieren, ist die Problematik momentan das Forschungs- und Kongressthema Nummer eins weltweit. Momentaner Stand ist es, Vorbeugung zu betreiben, um es gar nicht zu einer Periimplantitis kommen zu lassen. Zur Vorbeugung kann der Patient selbst durch eine gute bis sehr gute Mundhygiene beitragen. Der implantologisch tätige Zahnarzt muss aber auch jede Menge Fachwissen besitzen um der Erkrankung vorzubeugen. Denn er bestimmt maßgeblich mit, wie hoch das Risiko des Einzelnen ist, an dieser Entzündungsform zu erkranken. Das fängt schon damit an, nicht bei jedem Patienten auf Teufel komm raus, implantieren zu wollen. Patienten mit einer schlechten Mundhygiene, mit einer bestehenden Parodontitis,mit nicht eingestellten Systemerkrankungen oder starke Raucher sind nicht für Implantate geeignet. Die Wahrscheinlichkeit dieser Gruppen an einer Periimplantitis nach Einsetzen eines Implantates zu erkranken, ist groß. Aber auch die Fähigkeiten des Kieferchirurgen oder des Implantologen sind gefragt, um eine Periimplantitis zu vermeiden. Setzt man die Implantate falsch im Kieferknochen, kann es aufgrund mangelnden Schutzes des Zahnfleisches zu einer Entzündung am Implantat kommen. Auch wenn das Implantat mit einer Krone versorgt wird, kann es durch übersehene Zementreste zu einer Erkrankung am Implantat kommen.

Für Patienten ist es deshalb sehr wichtig sich den richtigen Implantologen zu suchen, der über die Problematik informiert ist.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas.

Die Digitalisierung der Zahnmedizin

 

Die Digitalisierung der Welt der letzten 25 Jahre hat natürlich auch nicht vor der Zahnmedizin halt gemacht. Die Zahnärzte und vor allem die Patienten profitieren enorm davon. Es gibt und es wird aber auch „Verlierer“ dieser Entwicklung geben.

Fangen wir bei der zahnmedizinischen Verwaltung an. Wie in anderen Branchen auch, wurde sehr viel Papier in der Praxis durch digitale Medien ersetzt. Auch unsere Praxis ist eine „papierlose“. Die Karteikarte eines jeden Patienten existiert nur digital. Diese lässt sich in Sekundenbruchteilen aufrufen. Verwaltungs- und Abrechnungsaufgaben werden schneller und effizienter gelöst. Wichtig ist aber hierbei, dass regelmäßig Sicherungsdateien erstellt werden, für den Fall dass die Daten verloren gehen. Einziger Nachteil gegenüber früher: sollte das Computersystem einmal ausfallen oder nicht funktionstüchtig sein, ist der komplette Praxisbetrieb gestört. Man weiß nicht welche Patienten zu welcher Uhrzeit einbestellt sind und was überhaupt zu tun ist.

Betriebswirtschaftlich gesehen, ist die Digitalisierung und das Nutzen des Internets für die zahnärztliche Praxis unerlässlich geworden. Genau wie jeder Privatmann, sucht auch die Zahnarztpraxis nach dem niedrigsten Preis für das ein und dasselbe Produkt. Auch im dental Handel gibt es Preisvergleichsseiten im Internet, die die günstigsten Anbieter suchen. Der Preiskampf der Dentaldepots untereinander hat zu stark fallenden Preisen in den letzten Jahren geführt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Dentaldepots, aber vor allem die Firmenvertreter. Der Internetpreis ist meist deutlich günstiger als der des Firmenvertreters.

Die Bildgebung in der Zahnarztpraxis und dadurch die Diagnostik hat durch die Digitalisierung enorm profitiert. Angefangen bei intraoralen Digitalfotos, die das Verständnis des einzelnen Patienten für Zahnerkrankungen vereinfacht, bis hin zu den modernen, viel strahlungsärmeren, digitalen Röntgenbildern. Wo früher analoge Röntgenbilder auf kleinen detailarmen Röntgenfilmen entwickelt wurden, sind nun detailreiche und größere Aufnahmen möglich. Diese lassen sich am PC nachbearbeiten, sodass weitere Erkenntnisse möglich sind. Auch lassen sich nun digitale, dreidimensionale Röntgenbilder vor Kieferoperationen erstellen, die jede anatomische Begebenheit schon vor dem Eingriff darstellen. Damit lassen sich ganze Eingriffe virtuell durchspielen, bevor man mit der eigentlichen Arbeit beginnt.

Den mit größten Umbruch durch die dentale Digitalisierung erlebt momentan die Zahntechnik. Wo früher viele Zahntechniker mit noch mehr Erfahrung und Fingerfertigkeit notwendig waren, braucht es heute durch moderne, digitale Verfahren weniger manpower. Es ist nicht auszuschließen, dass in mehreren Jahrzehnten dieser Berufstand leider gänzlich verschwindet. Denn immer mehr Fertigungsprozesse in der Zahntechnik werden digitalisiert. Wo zum Beispiel früher der Zahntechniker noch mühsam eine aufwendige Wachsmodelation für eine Krone gestaltete, tastet heutzutage ein Präzision-Scanner den Patientenabdruck optisch ab. Daraus wird ein virtuelles Patientenmodell erstellt, an dem der Techniker den Zahnersatz digital gestaltet. Der Datensatz wird anschließend von einer Fräsmaschine verarbeitet und der fertige Zahnersatz aus dem vollen Keramikblock gefräst. In Zukunft wird die Präzision der direkten, digitalen Abformung im Patientenmund weiter steigen. Der intraorale Scan wird gänzlich den klassischen Abdruck ersetzen. Zu den gegenwärtig vorhandenen digitalen Fräsprozessen wird der 3d-Drucker hinzukommen. Der Zahnarzt von morgen wird mehr und mehr unabhängig vom klassischen Zahntechniker werden.

Die Entwicklung der letzten Jahre war spannend und wird spannend bleiben.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas