Parodontitis und Alzheimer

Die Alzheimer Erkrankung ist momentan durch den Tod des bekannten Fussball Managers Rudi Assauer vergangener Woche wieder in aller Munde. Dass Parodontitis eine Alzheimer-Erkrankung begünstigen kann, deutete sich bereits in mehreren Studien in der Vergangenheit an. So konnte eine von vielen Studien bemerkenswerte Zahlen vorlegen. Nämlich dass Senioren, die unter einer Parodontitis leiden, ein 70-prozentiges Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken.

Es konnte zwar bis vor kurzem keine direkte Verbindung zwischen Parodontitis und Alzheimer gefunden werden, allerdings hatten die Patienten, die seit zehn Jahren oder länger an einer chronischen Parodontitis litten, ein 70 Prozent höheres Risiko an Alzheimer zu erkranken, als Patienten ohne Parodontitis.

Aus ihren Ergebnissen schlussfolgerten die Forscher, dass kleine Entzündungsherde im Körper eine tragende Rolle bei der Entstehung von Alzheimer haben. Zudem verdeutlichen sie ein weiteres Mal den enormen Stellenwert der Prophylaxe – nicht nur für die Zähne, sondern auch für den restlichen Körper.

In einer nun im Januar 2019 veröffentlichten Studie konnte ein internationales Forscherteam  jetzt den direkten Nachweis erbringen und die früheren Vermutungen bestätigen, wonach eine Infektion des Hirngewebes mit dem Erreger von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen Porphyromonas gingivalis eine Ursache der Demenz sein könnte. Danach führen die von diesen Bakterien freigesetzten Enzyme zum Absterben von Hirnzellen. Wie Experimente mit Mäusen zeigten, können die Erreger von einem Infektionsherd im Mund aus bis in das Gehirn vordringen – möglicherweise über Hirnnerven oder aus dem Blut durch Überwinden der Blut-Hirn-Schranke.

Weitere Studien hierzu bleiben abzuwarten. Sollten sich diese Studienergebnissen in Zukunft allerdings bestätigen, sind das sehr gute Nachrichten. Damit könnte man gezielt Prophylaxe gegen Alzheimer betreiben. Denn gesund beginnt im Mund.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Quelle: „Porphyromonas gingivalis in Alzheimer’s disease brains: Evidence for disease causation and treatment with small-molecule inhibitors“, Stephen S. Dominy et al.; Science Advances, DOI: 10.1126/sciadv.aau3333

Unerfüllter Kinderwunsch wegen Zahnproblemen

 

Die Zahl ungewollt kinderloser Paare steigt in Deutschland von Jahr zu Jahr. Neben bisher bekannter Probleme, nennen Reproduktionsmediziner  nun  auch Zähne als bisher unterschätzte Ursache.

Dabei kann eine kleine Entzündung an den Zähnen schon ausreichen, dass sich eine Schwangerschaft gar nicht erst einstellt. Laut der fünften deutschen Mundgesundheitsstudie leidet fast die Hälfte der Deutschen unter ernsten Zahnfleischentzündungen wie Parodontitis. Das Heimtükische an dieser Form der Entzündung ist, dass man diese nur selten bemerkt. Erst im weiter fortgeschrittenen Stadium geht das Zahnfleisch sichtbar zurück, da der darunter liegende Kieferknochen abgebaut wird. Am Ende verlieren die Zähne ihren Halt, lockern sich und fallen aus.

Leiden Frauen an einer Parodontitis, sinkt signifikant die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft oder es braucht mehrere Versuche. Auch bei Männern leidet die Spermienqualität bei chronischer Parodontitis.

Treiben die Mikroorganismen ihr Unwesen in der Zahnfleischtasche, dringen diese relativ leicht in den Körperkreislauf ein und können einen enormen negativen Einfluss auf Ihre Gesundheit haben. Bei schwangeren Frauen kann z.B. eine unbehandelte Parodontitis die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt auf das 8-fache erhöhen.

Aber auch in der Schwangerschaft, kann man eine Parodontitis noch behandeln. In leichten Fällen, reicht eine professionelle Zahnreinigung schon aus, um das schädliche Mikromileau deutlich zu reduzieren. In späteren Stadien, kann zusätzlich noch eine Antibiotika Einnahme erfolgen.

Nach erfolgreiche Behandlung sinkt bei Schwangeren das Frühgeburtenrisiko und bei Patientinnen mit Kinderwunsch steigen die Chancen, dass der Kinderwunsch in Erfüllung geht.

Wenn es dann mit der Schwangerschaft geklappt haben sollte, bitte weiterhin zur Kontrolle zum Zahnarzt erscheinen. Denn die Hormonumstellung im Organismus verändert die Beschaffenheit des Zahnfleisches im negativen, was wiederum eine Parodontitis begünstigen könnte.

Letztendlich sind die Zähne nicht die alleinige Ursache für das ausbleibende Babyglück. Dennoch gilt: wer schwanger werden möchte, sollte vorab seine Zähne überprüfen lassen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Mein erster Schultag

Erster-Schultag

Heute ist es soweit: die Schule beginnt mit einem neuen Schuljahr! Für die Jüngsten ist es sogar der allererste Schultag! Und wie es sich für den ersten Schultag gehört, bekommen die meisten eine Schultüte geschenkt. Dort drin sind nicht nur Überraschungen in Form von Spielzeug sondern auch jede Menge Süßigkeiten!

Vergessen Sie bei dem ganzen Trubel und dem Naschen morgen nicht das Zähneputzen! Die Zähne der Jüngsten danken es Ihnen. Aber aufgepasst: der erste Schultag ist nicht nur der aufregende Start eines neuen Lebensabschnittes für die Kinder, auch die Zahnpflege und der Besuch beim Zahnarzt ändern sich ab sofort. Wenn Ihr Kind bisher Kinderzahnpaste mit 500 ppm Fluorid genommen hat, nimmt es ab morgen die ganz normale Erwachsenen-Zahncreme mit 1450 ppm. Ihr Kind sollte ab jetzt halbjährlich zum Zahnarzt gehen.

Einmal im Jahr nun bezahlen die gesetzlichen Krankenversicherung die so genannte Individualprophylaxe. Bei dieser Maßnahme werden den jungen Patienten gezeigt wie man am besten Zähne putzt und wo man sich noch steigern kann. Danach reinigt und fluoridiert  die zahnmedizinische Fachangestellten die Zähne.  Diese Prophylaxe ist für die Kinder enorm wichtig, dadurch werden sie geschult und für die Mundhygiene sensibilisiert. Ganz wichtig ist hierbei auch die Kontrolle des Übungserfolges. Apropos Kontrolle: Bloß weil Ihr Kind nun in die Schule geht, heißt das noch lange nicht, dass Sie nicht mehr nachputzen müssen oder  das Zähneputzen Ihrer Liebsten nicht mehr kontrollieren müssen. Das sollte man weiterhin bis zum 8. Lebensjahr tun, denn erst ab dann bringen die Kleinen überhaupt die manuelle Geschicklichkeit mit, die Zähne halbwegs gut zu putzen.

Einen schönen ersten Schultag wünscht das Praxisteam Dres. Trapper & Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

https://de.wikipedia.org/wiki/Individualprophylaxe

Neuer, alter Trend: Das Ölziehen

Momentan ist es buchstäblich wieder in aller Munde: Das Ölziehen. Was ist dieser neuer, alte Trend und wie funktioniert er?

Das traditionelle Ölziehen stammt aus dem indischen Raum und wird dort als Gandusha bezeichnet. Ayurveda-Ärzte erkannten schon vor langer Zeit, dass zwischen einem gesunden Mund und gesunden Organen im gesamten Körper ein Zusammenhang besteht. Daher gilt auch für sie das Motto: Gesundheit beginnt im Mund! Da unsere Praxis vor allem auch auf Umweltzahnmedizin spezialisiert ist, wird das Ölziehen auch bei uns genau erklärt und vor allem bei Zahnfleischerkrankungen empfohlen und praktiziert. Wie funktioniert nun dieses Ölziehen genau?

Es reicht ein Esslöffel Öl aus, den man morgens auf nüchternen Magen und nach dem Zähneputzen in den Mund nimmt. Ein ständiges Hin- und -herziehen mit dem Öl entfernt Bakterien und deren Giftstoffe und bindet diese im Öl. Möchte man zwischendrin Gurgeln oder Spülen, kann man das Öl auch zwischendurch ausspucken und einen neuen Löffel nehmen. Diese Prozedur kann man so lange machen wie man möchte, eine Minute sollte sie aber schon mindestens dauern. Am Ende spuckt man das Öl aus und spült mit warmen Wasser den Mund nochmals aus.

Welches Öl ist dafür geeignet? Es sollte sortenrein, ohne Zusätze und kaltgepresst sein. Am besten ist Kokosöl geeignet. Palmenöl ist auch gut, sollte aber wegen der dafür meist notwendigen Abholzung der Regenwälder nicht gekauft werden. Der positive Effekt, den Kokosöl auf unsere Gesundheit haben soll, wird auf die große Menge der darin enthaltenen Laurinsäure zurückgeführt, die 45 bis 50 Prozent der Inhaltsstoffe ausmacht. Über die Laurinsäure und ihre Eigenschaften wird seit den 60er Jahren geforscht. Wissenschaftlich bestätigt ist ihre antimikrobielle Wirkung. So schaffen es die mittelkettigen Fettsäuren zum Beispiel, Viren außer Kraft zu setzen, indem sie deren äußere Membran aus Lipiden unterbrechen und damit zerstören. Das Innere wird freigesetzt, und das Virus geht zugrunde, indem es sich quasi auflöst.

Genau diese Wirkung gegen Viren, Mikroben, (Hefe-)Pilze, Bakterien & Co. macht die Laurinsäure aus.  Erst im menschlichen Körper entfaltet die Laurinsäure ihre Wirkung, weil sie dort in ihre Bestandteile aufgespalten wird. Auch verringert das Öl als solches scheinbar die bakterielle Neubesiedlung an den Zahnoberflächen

Aktuelle klinische Studien belegen eine signifikante Wirkung des Ölziehens auf die Mundgesundheit. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Probanden, die Kokosöl in Ihre tägliche Mundhygiene einbezogen hatten, sich die Anzahl an bakteriellen Belägen und Zahnfleischentzündungen um bis zu 50 Prozent verringert hatte. Dazu schreiben die Autoren, dass mit einer Verbesserung der Gingivitis um 50 Prozent ähnliche Erfolgsquoten erzielt wurden, wie bei einer Behandlung mit Chlorhexidin. Sie sprechen sich dadurch für das Ölziehen aus. Die üblichen Nebenwirkungen einer längeren Chlorhexidinbehandlung können dadurch vermieden werden. Wie zum Beispiel eine Beeinflussung des Geschmackempfindens oder einer Verfärbung der Zähne. Die Schleimhäute leiden außerdem nicht unter der Behandlung, sondern werden zusätzlich gepflegt.

Das Ölziehen mit Kokosöl ist eine erschwingliche und simple Methode, eine Gingivitis zu behandeln und eine gute Mundgesundheit beizubehalten. Daher ist sie eindeutig zu empfehlen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Amabrush – Was kann die neue Super Zahnbürste?

Vielen fällt es schwer regelmäßig und vor allem gründlich ihre Zähne zu putzen. Viele denken sich beim Zähne Putzen: „wann ist diese lästige Prozedur endlich vorbei?“ UND das ist schon der erste und entscheidende Fehler beim Putzen. Man sollte nicht solche Gedanken haben, denn dann geht zum einen die Zeit gar nicht vorbei und zum anderen putzt man automatisch schlecht. Wenn Sie hingegen konzentriert die Zähne putzen, genau darauf achten wo Sie schon überall geputzt haben und wo Sie noch putzen müssen, sind ganz schnell 2-3 Minuten rum ohne dass Sie sich geärgert oder gelangweilt haben!

Wem diese 2-3 Minuten aber immer noch zu lang sind, wer schon ein Leben lang davon geträumt hat absolut saubere Zähne nach 10 Sekunden putzen zu haben, dem kann vielleicht jetzt geholfen werden.

Denn ein Start-up Unternehmen gegründet von dem jungen Österreicher Marvin Musialek, prophezeit eine anstehende Zahnputz-Revolution. Der Jungunternehmer stellte sich vor einiger Zeit beim Zähneputzen die Frage: „warum gibt es schon selbstfahrende Autos, aber die Zähne müssen noch wie eh und je von Hand geputzt werden?“

Mit einem Team aus Zahnärzten, Biomedizin- und Elektroingenieuren und einem Psychologen begann die Entwicklung mehrerer Prototypen. Jetzt, drei Jahre später, steht die sogenannte  Amabrush (I’m a brush)  vor der Markteinführung. Der Gebrauch soll einfach sein. Das Mundstück besteht aus antibakteriellem Silikon und hat Ähnlichkeit mit einer Zahnspange. Wenn es in den Mund geschoben wird, umschließen die an beiden Seiten angebrachten kleinen Borsten, die in einem 45-Grad-Winkel zum Zahnfleischrand stehen, alle Zähne. Sämtliche Kiefer-Größen werden durch das flexible Material ausgeglichen.

Zum Putzen wird das Mundstück mit einem rundlichen Handstück, in dem die Technologie steckt, per Magnet verbunden. Vom Handstück gehen die Vibrationen aus, die die kleinen Bürsten in Schwingung versetzen.Der Einsatz der Zahnbürste dauert nur zehn Sekunden, es werden nämlich alle Zähne gleichzeitig geputzt. Zehn Sekunden klingt kurz, soll aber laut Amabrush viel effizienter sein als bisher. Geht man davon aus, dass jemand alle 32 Zähne hat und diese 120 Sekunden lang putzt (manuell oder elektrisch), kommen auf jede der drei frei zugänglichen Zahnoberflächen 1,25 Sekunden. Beim zehn sekündigen Einsatz mit Amabrush hingegen kommt jede Zahnoberfläche achtmal länger dran. Würde man jede Zahnoberfläche genauso lang mit der Handzahnbürste putzen, würde man 16 (!) Minuten benötigen! Klingt zunächst einmal, auch für einen Zahnarzt wie mich, wirklich revolutionär!

Die ersten Auslieferungen sollen im Dezember 2017 erfolgen. Erst dann werden auch die ersten großen, klinischen Studien der Universitätskliniken beginnen können, um die wirkliche Putzeffektivität beurteilen zu können. Erst dann wird man sicher sagen können, ob der Hype um diese neue Superzahnbürste gerechtfertigt war und ist, oder ob es nur ein Hoffnungsschimmer für all die Putzmuffel da draußen war. Mit Sicherheit werde ich die Amabrush aber selbst ausprobieren und werde dann berichten. Es bleibt also spannend!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Erlanger Bergkirchweih 2017

Am kommenden Pfingstwochenende startet in Erlangen wie jedes Jahr Bayerns ältestes Bierfest! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Auf die Themen, dass die Zahl der Zahnunfälle während der Erlanger Bergkirchweih steigt oder dass Bier gut als Aufbewahrungsmedium für verloren gegangene Zähne taugt, möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Bier hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen. Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

Mit der Schule fertig und nun? Wir bilden Dich aus!

 copyright ulmato

Du interessierst Dich für Menschen, Organisation und Verwaltung, kannst Dich gut ausdrücken und bist vielseitig? Dann passt zu Dir der Beruf des/der Zahnmedizinischen Fachangestellte/n.

Deine Ausbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellte/n ist vielseitig und Du lernst unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten kennen, die diesen Beruf so interessant machen. Abrechnung und Bürotätigkeiten gehören ebenso zu Deinen Zuständigkeitsgebieten wie die vollumfängliche Tätigkeit im Behandlungszimmer. Die gesamte Ausbildung konzentriert sich darauf, Dich zu einem Allrounder in der Zahnarztpraxis zu machen.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre, der Ausbildungsbeginn ist der 01.09.2017. Nach erfolgreich bestandener Prüfung besitzt Du den Abschluss zur/zum  Zahnmedizinische/n Fachangestellte/n.

Während der Ausbildung lernst Du:
  • Alles über  Tätigkeiten von Zahnmedizinischen Fachangestellten
  • Dich zu organisieren und Deine Arbeit zu dokumentieren
  • Alles über innerbetriebliche Informations- und Kommunikationsflüsse

 

Das solltest Du mitbringen:
  • Gute Auffassungsgabe
  • Gewandtheit im schriftlichen und mündlichen Ausdruck
  • Genauigkeit
  • Geschick im Umgang mit dem PC
  • Selbstständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gute Umgangsformen

 

Wir freuen uns über deine Bewerbung per Post oder Email:
Zahnarztpraxis

Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas

Fr. Jasmin Schweigert

Neumühle 2

91056 Erlangen

Email: info@schoene-zaehne-erlangen.de

Tel: 09131/65595

Amalgam wird als Füllungsmaterial verboten.

Das millionenfach als Zahnfüllung verwendete Amalgam wird mehr und mehr zurückgedrängt. Grund dafür ist eine neue Vorschrift der Europäischen Union. Was in unserer Praxis schon längst Standard ist, soll nun auch gesetzlich umgesetzt werden. Die Gesetzesänderung soll in einem ersten Schritt besonders empfindliche Personen vor dem in den Zahnfüllungen enthaltenen Quecksilber schützen. Ab 1. Juli 2018 sollen Zahnärzte Amalgam bei Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen nur noch in absoluten Ausnahmen nutzen, erklärte die EU-Kommission. Ein grundsätzliches Verbot ist damit vorerst vom Tisch. Stattdessen wird bis 2020 geprüft, ob wir Zahnärzte ab 2030 ganz darauf verzichten können.Der Kompromiss zwischen dem EU-Parlament, den Mitgliedsländern und der Kommission ist Teil eines Pakets zur Umsetzung der sogenannten Minamata-Konvention, die die Nutzung von Quecksilber eindämmen soll. Amalgam gilt dabei besonderes Augenmerk.

Der Stoff dient seit Jahrzehnten als billige und gängige Lösung, um Löcher in den Zähnen zu füllen. Allerdings kommen mit ihm pro Jahr auch bis zu 75 Tonnen Quecksilber in der EU in Umlauf. In Deutschland wird das Füllmaterial zwar weniger angeboten, so ist es in unserer Praxis gar nicht verfügbar, in anderen EU-Ländern ist es jedoch noch sehr verbreitet.

Für Patienten ungefährlich?Die EU-Kommission schätzt die Amalgam-Füllungen zwar als für Patienten ungefährlich ein, zumal sie im Mund verkapselt sind. Kritiker äußern jedoch immer wieder Zweifel. Thema sind vor allem Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung und der Entsorgung der Füllungen sowie bei der Verbrennung von Verstorbenen in Krematorien. Bei der Gesetzesinitiative wird aber deutlich, dass gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden können.Quecksilber kann über die Atmosphäre in die Nahrungskette gelangen und sich letztlich im Körper anreichern. Zum 1. Januar 2019 wird eine eigene Sammlung und sichere Entsorgung quecksilberhaltiger Abfälle aus Zahnarztpraxen vorgeschrieben.

Wenn Sie zu diesem oder anderen Themen noch Fragen haben sollten, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Periimplantitis

Peri…WAS???

Periimplantitis ist der Fachbegriff für die Entzündung des Implantatbetts. Das Implantatbett ist das Gewebe, welches das zahnärztliche Implantat an Ort und Stelle hält: Das Zahnfleisch und der Kieferknochen. Im Zuge dieser Entzündungsform geht dieses Gewebe verloren bis auch das Implantat verloren geht. Die Periimplantitis ist sozusagen die Parodontitis des Implantates.  99 Prozent aller verloren gegangener Implantate haben eine Periimplantitis als Ursache. Ein Implantat hält in der Regel ein Leben lang. In groß angelegten Studien ließ sich zeigen, dass 85 Prozent aller weltweit gesetzter Einzelzahnimplantate noch im Mund sind. Das ist eine großartige Prozentzahl, wenn man sie einer anderen Zahl gegenüber stellt, nämlich der meist gebräuchlichen Alternativversorgung: Der Brücke. Eine Brücke hat eine statistische Verweildauer von 15-20 Jahren im Mund. Wieviele Brücken sind noch nach 30 Jahren im Mund? 0-20 Prozent!

Nun sind 85 Prozent eine gute Zahl, aber was macht die Periimplantitis genau, dass 15 Prozent der Einzelzahnimplantate an ihr verloren gehen? Und 15 Prozent entspricht in Deutschland momentan einer Zahl von 150.000 Implantaten pro Jahr. Nun das Problem Periimplantitis beschäftigt die Zahnärzteschaft weltweit und es existiert bis heute kein einheitlicher Therapieansatz, weil bis heute keine Therapie dagegen gefunden wurde. Es gibt lediglich Empfehlungen, aber keine gesicherte Methode eine Periimplantitis zu therapieren!

Was macht die Periimplantitis so schwer zu behandeln? Nun, wie ich ein paar Zeilen zuvor schon erwähnt habe, ist eine Periimplantitis vergleichbar mit einer Parodontitis am natürlichen Zahn, nur am Implantat. Beide Entzündungsformen werden von Bakterienbelägen am Implantat bzw. am Zahn verursacht. Der Unterschied beider Entzündungsformen liegt in den Chancen auszuheilen. Eine Parodontitis kann man gut therapieren. Hierzu muss man die Zahn- bzw. Wurzeloberfläche gründlich von hartnäckigen Bakterienbelägen befreien. Bleibt es dauerhaft sauber am Zahn heilt eine Parodontitis aus. Und hier liegt der Unterschied: am Implantat lassen sich die Bakterienbeläge nicht entfernen. Das liegt daran, dass im Gegensatz zum natürlichen Zahn, das Implantat keine glatte Oberfläche besitzt. Es hat in der Regel eine Schraubenform mit den dazu gehörigen Gewindegängen. Unterhalb der Gewindegänge kann man als Zahnarzt sehr schlecht sauber machen. Das ist aber nicht das einzige: in der Implantatoberfläche befinden sich mikroskopisch kleine Poren, damit in der Einheilphase Knochenzellen sehr gut einwachsen können. Die Bakterienbeläge in den mikroskopisch kleinen Poren lassen sich bis zum heutigen Tag mit keiner Methode entfernen. Das wiederum bedeutet über kurz oder lang den Verlust des Implantates.

Da bis heute keine zuverlässige Methode gefunden wurde eine Periimplantitis zu therapieren, ist die Problematik momentan das Forschungs- und Kongressthema Nummer eins weltweit. Momentaner Stand ist es, Vorbeugung zu betreiben, um es gar nicht zu einer Periimplantitis kommen zu lassen. Zur Vorbeugung kann der Patient selbst durch eine gute bis sehr gute Mundhygiene beitragen. Der implantologisch tätige Zahnarzt muss aber auch jede Menge Fachwissen besitzen um der Erkrankung vorzubeugen. Denn er bestimmt maßgeblich mit, wie hoch das Risiko des Einzelnen ist, an dieser Entzündungsform zu erkranken. Das fängt schon damit an, nicht bei jedem Patienten auf Teufel komm raus, implantieren zu wollen. Patienten mit einer schlechten Mundhygiene, mit einer bestehenden Parodontitis,mit nicht eingestellten Systemerkrankungen oder starke Raucher sind nicht für Implantate geeignet. Die Wahrscheinlichkeit dieser Gruppen an einer Periimplantitis nach Einsetzen eines Implantates zu erkranken, ist groß. Aber auch die Fähigkeiten des Kieferchirurgen oder des Implantologen sind gefragt, um eine Periimplantitis zu vermeiden. Setzt man die Implantate falsch im Kieferknochen, kann es aufgrund mangelnden Schutzes des Zahnfleisches zu einer Entzündung am Implantat kommen. Auch wenn das Implantat mit einer Krone versorgt wird, kann es durch übersehene Zementreste zu einer Erkrankung am Implantat kommen.

Für Patienten ist es deshalb sehr wichtig sich den richtigen Implantologen zu suchen, der über die Problematik informiert ist.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas.

Ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

Die zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas wünscht Ihnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2017! Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen und freuen uns, Sie im neuen Jahr wieder begrüßen zu dürfen!

Wir sind ab dem 2. Januar 2017 wieder für Sie da!

 

Das gesamte Praxisteam von schöne-zähne-erlangen.

 

Bild copyright by Othmar Wiesenegger