Erlanger Bergkirchweih 2017

Am kommenden Pfingstwochenende startet in Erlangen wie jedes Jahr Bayerns ältestes Bierfest! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Auf die Themen, dass die Zahl der Zahnunfälle während der Erlanger Bergkirchweih steigt oder dass Bier gut als Aufbewahrungsmedium für verloren gegangene Zähne taugt, möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Bier hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen. Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

Schadet Bleaching den Zähnen?

Schadet Bleaching den Zähnen?

Ein schönes Lächeln steht unbestritten für Gesundheit, Jugendlichkeit und Attraktivität. Ein Mensch kann noch so ein schönes Aussehen haben, wenn dabei die Zähne unschön sind, stellt das einen großen Makel dar. Deshalb streben viele Menschen nach schönen und gesunden Zähnen. Manche, die unzufrieden mit ihrer Zahnfarbe sind, wollen etwas nachhelfen und lassen diese aufhellen. Dies funktioniert ähnlich wie beim Haare Bleichen mit chemischen Bleichmitteln wie Wasserstoff- oder Carbamidperoxid. Solche Bleichmittel für die Zähne gibt es auch frei in der Apotheke zu kaufen. Dort sind sie relativ günstig zu erwerben. Nachteil gegenüber dem Bleichen in der Praxis ist, dass die Anwendung meist zwei bis drei Wochen dauert. Auch nachteilig beim Bleichen zu Hause ist, dass das Bleichmittel häufig verschluckt wird oder das Zahnfleisch stark gereizt wird.

Daher der Expertenrat: Besser in der Praxis bleichen! Es ist zwar etwas teurer als die Präparate in der Apotheke, es wird aber nur eine Sitzung mit meist zwei Durchgängen benötigt um die Zähne aufzuhellen. Dabei wird das Bleichmittel mit einer speziellen Boostlampe aktiviert, die schonend aber nachhaltig die Zähne bleicht. Ein spezielles Gummituch welches über die Zähne aufgespannt wird, schützt das Zahnfleisch und die Schleimhäute vor dem Bleichmittel. Auch ein Verschlucken ist so nicht möglich. Somit haben Sie ein schönes und vor allem sicheres Ergebnis.

Jetzt kommen wir zu der Frage, ob das Bleichen den Zähnen schadet: Diese Frage höre ich in der Praxis immer wieder und ich höre allerlei Märchen in der Gesellschaft über das Bleaching. NEIN, das Bleichen der Zähne schadet den Zähnen nicht! Es macht die Zähne nicht spröder oder trocknet diese nicht aus! All das sind Mythen, die im Umlauf kursieren. Wie beim Haare Bleichen, kann das Bleichmittel lediglich die Haut bzw. Schleimhaut reizen. Beim zahnärztlichen Bleichen ist das Zahnfleisch jedoch durch die oben beschriebenen Schutzmaßnahmen in Sicherheit. Die einzige Nebenwirkung, die kurzzeitig nach dem Bleichen der Zähne auftritt, ist eine erhöhte Sensibilität der Zähne. Diese hält in der Regel ein bis zwei Tage an und ist vollkommen ungefährlich. In diese Zeit wird empfohlen, täglich zusätzlich ein Fluoridpräparat anzuwenden. Auch sollte man mindestens fünf Tage nach dem Bleichen auf Lebensmittel verzichten, die die Zahnfarbe negativ beeinflussen können. Dazu zählen Kaffee, Tee, Mundspülungen, Rauchen oder Rotwein. Soll das Bleaching Ergebnis möglichst lange anhalten, sollte man generell den Genuss der erwähnten Lebensmittel einschränken. Dann sind die Zähne mehrere Jahre deutlich heller als zuvor.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben sollten, dann fragen die Zahnärzte der Zahnarztpraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

 Bleiben Sie gesund!

 Ihr Dr. R. Aplas

Zahnseide – gehasst aber unerlässlich!

 

Unsere Praxis kann mit Stolz festhalten, dass circa 900 neue Patientinnen und Patienten letztes Jahr den Weg zu uns gefunden haben. Dies ist keine Eigenwerbung. Als Zahnarzt fällt einem auf, dass sich manche Fakten zur Mundhygiene auch über Jahre hinweg leider nicht ändern. So haben die meisten neuen Patienten in unserer Praxis eine gute bis ausreichende Mundhygiene. Die sichtbaren Zahnoberflächen sind meist Karies frei. Aber ist damit auch wirklich alles in Ordnung, oder versteckt sich da doch irgendetwas, wovon der Besitzer noch keine Notiz genommen hat?

Ein vollständiges menschliches Gebiss besitzt 32 Zähne. Ein Jeder Zahn besitzt grob gesagt fünf Flächen (Vorne, Hinten, Oben, Wange, Zunge) die kariös werden können. Das sind summa summarum 160 Flächen, die kaputt gehen können und die vom Zahnarzt während der Routinekontrolle kontrolliert und beurteilt werden müssen. Von diesen 160 Flächen kann der Zahnarzt aber nur 100 direkt einsehen. 60 Flächen sind so genannte Approximalflächen, also Flächen zweier benachbarter Zähne, die einander berühren. Diese Flächen  sind nicht direkt einsehbar, benötigen aber ein besonderes Maß an Aufmerksamkeit! Warum ist das so? Das ist so, weil gefühlte 80 Prozent der Karies heutzutage an diesen Kontaktflächen zweier benachbarter Zähne zu finden ist (Approximalkaries). Wie anfangs erwähnt, sind die meisten einsehbaren Zahnoberflächen kariesfrei, da die meisten von uns zwei mal täglich zur Zahnbürste greifen. Die Zahnbürste reinigt, mal mehr mal weniger (das ist ein anderes Thema), die Zahnoberflächen. Überall wo die Zahnbürste hingeführt wird, sollten saubere Verhältnisse sein. Wo kommt die Zahnbürste nicht hin? Zwischen die Zähne!

Da kommt nur etwas feines und sehr schmales durch! Die Zahnseide! Die Zahnseide ist unerlässlich für gesunde Zähne. Sie entfernt den Zahnbelag zwischen den Zähnen und beugt damit Karies und Parodontitis vor! Wieviele von uns greifen täglich zur Zahnseide? Wenn man als Zahnarzt großzügig schätzt: Niemand bis fast niemand. Warum ist das so? Die Faulheit. Zahnseide ist, das gebe ich als Zahnarzt zu, schwer zu handhaben. Wenn man die Falsche benutzt, kommt man kaum rein in die engen Ecken, wenn man drin ist, blutet es, tut weh und beim Rausziehen bleibt die Hälfte der Fasern auch noch stecken. Sehr lästig! Aber es gibt auch sehr gute Zahnseide, die all das nicht verursacht. Eine gute Zahnseide kommt in noch so enge Ecken hinein und besteht nur aus einer einzigen Faser die fluoridiert ist. Eine Empfehlung erhalten Sie in unserer Praxis. Wichtig ist nur, dass diese angewendet wird! Wenn Sie nicht täglich reinigen, dann bitte wenigstens zwei mal die Woche.

Das ist leider in all den Jahren immer gleich geblieben: die Zahnseide wird gehasst! Sie ist aber unerlässlich!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der Zahnarztpraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Erlanger Bergkirchweih 2016

 

Am kommenden Pfingstwochenende startet in Erlangen wie jedes Jahr Bayerns ältestes Bierfest! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Auf die Themen, dass die Zahl der Zahnunfälle während der Erlanger Bergkirchweih steigt oder dass Bier gut als Aufbewahrungsmedium für verloren gegangene Zähne taugt, möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Bier hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen. Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

Frühjahrsputz!

Alle Jahre wieder im Frühjahr verspüren viele von uns das Bedürfnis alles auf Vordermann zu bringen. Vorbei sind die kalten und dunklen Monate. Es wird geputzt, man lüftet die eignen vier Wände und es geht endlich hinaus in die warmen Sonnenstrahlen.

Auch die eigenen Zähne sollten hierbei nicht zu kurz kommen! Denn was versinnbildlicht  gute Laune und ein gepflegtes Äußeres besser als ein Lächeln mit sauberen und gesunden Zähnen? Lässt man seine Zähne professionell reinigen hat man aber nicht nur das gute Gefühl saubere Beißerchen zu haben, nein man hat auch ein gutes Gewissen in die eigene Zahn- vor allem aber Gesundheit investiert zu haben! Denn eine professionelle Reinigung der Zähne kommt nicht nur den Zähnen zu Gute, der Nutznießer Nummer eins ist das Zahnfleisch und der darunter liegende Kieferknochen! Bei der Reinigung werden harte und weiche bakterielle Beläge entfernt, die wenn sie nicht beseitigt werden eine Parodontitis auslösen können. Mit einer Parodontitis ist nicht zu spaßen, denn hierbei handelt es sich um eine chronische meist schmerzfreie Entzündung des Kieferknochens. Eine Parodontitis ist gefährlich, denn sie hat massive Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Sie begünstigt Allgemeinerkrankungen wie Diabetes oder Rheuma. Als schwangere Frau riskiert man eine Frühgeburt des ungeborenen Kindes. Die Parodontitis hat einen massiven negativen Einfluss auf  Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck oder Ateriosklerose.

Aber so weit muss es natürlich nicht kommen! Sorgen Sie einfach auch an Ihren Zähnen für einen Frühjahrsputz!

Wenn Sie noch Fragen zu Diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Alles dicht? Zahnfüllungen können beim Tauchen gefährlicher als so manche Haifische sein.

Schönen Sommerurlaub!

copyright @footolia

Der deutsche Temperaturrekord wurde letztes Wochenende im fränkischen Kitzingen mit 40,3 Grad gebrochen! Der Sommer ist endgültig da.Da viele jetzt in die schönsten Wochen des Jahres aufbrechen, ist es auch die beste Zeit für Schnorchler, Taucher und Sonnenanbeter. Für Urlaubsfreude ohne Zahnschmerzen empfehlen wir einen Zahn Checkup vor dem Urlaub.

Auch wenn Sie nicht vorhaben zu tauchen, werden heute kräftig „Schnupperkurse“ angeboten, denn Tauchen macht Spass! Die Freude ist aber getrübt, wenn nach dem Tauchgang die Zähne schmerzen! Was genau passiert beim Tauchen? Beim Ab- und Auftauchen ändert sich der Umgebungsdruck. Die beim Abtauchen komprimierte Luft dehnt sich beim Auftauchen aus. Der Druckausgleich erfolgt in allen körperlichen „Hohlräumen“, nicht nur in den Ohren. Auch defekte Zahnfüllungen, beschädigte Kronen und Brücken, sowie besonders NICHT abgeschlossene Wurzelbehandlungen können Hohlräume sein. Erst beim Auftauchen, wenn die Luft sich wieder ausdehnt und der Druck langsam und teilweise schmerzhaft entweicht, bemerken Sie, dass etwas an einem Ihrer Zähne, Brücken oder Implantate nicht in Ordnung ist. Ein Barotrauma ist schmerzhaft und sollte schon gar nicht an den Zähnen auftreten und Ihnen den lang ersehnten Tauchgang oder den ganzen Urlaub vermiesen!

Ob Schnorchler, Taucher oder Sonnenanbeter, wir empfehlen vor dem (Tauch)Urlaub einen Zahn-Check bei uns. Ein Anruf genügt und wir werden Sie auch noch kurzfristig vor Ihrem geplanten Urlaub untersuchen.Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der Zahnarztpraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Einen schönen Sommerurlaub!

 

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Kieferorthopädische Frühbehandlung

 

Bereits im kindlichen Milchgebiss oder zum Zeitpunkt des Zahnwechsels können Fehlstellungen der Zähne oder der Kiefer vorkommen. Deshalb ist es wichtig schon Kleinkinder an den Zahnarztbesuch zu gewöhnen. Hierbei wird nicht nur ein Augenmerk auf Erkrankungen der Zähne gerichtet sondern auch Zahnlücken, falsche Verzahnungen oder schlechte Angewohnheiten (Habits) beurteilt. Habits können zum Beispiel Daumenlutschen oder ein zu langes Tragen des Schnullers sein. Beide Angewohnheiten hinterlassen bereits im Milchzahngebiss ihre massiven Auswirkungen.

Im Alter von 2,5 Jahren ist das Milchgebiss in der Regel vollständig, 20 Milchzähne befinden sich nun in der Mundhöhle der jungen Menschen. Sollte nun kieferorthopädischer Behandlungsbedarf bestehen, ist das bereits ein guter Zeitraum um damit zu beginnen. Denn bestimmte Kiefer- oder Zahnveränderungen sollten möglichst früh behandelt werden. Dazu zählt zum Beispiel ein offener Biss, d.h. zwischen Oberkiefer und Unterkiefer Zähnen fehlt der Kontakt, es ist kein Abbeißen möglich. Das ist eine typische Auswirkung des Daumenlutschens oder des zu langen Tragens eines Schnullers. Auch kann im Kleinkindalter bereits ein „Unterbiss“ bestehen. Dabei lagert sich häufig die Unterlippe zwischen den Zähnen ein und verschlechtert die Zahnfehlstellung noch. Desweiteren ist bei Kleinkindern häufig ein so genannter frontaler Kreuzbiss zu finden. Dabei stehen die unteren Schneidezähne beim Zubeißen vor den oberen Schneidezähnen und hemmen so das Wachstum des Oberkiefers.

Nicht immer werden notwendige Frühbehandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es gibt dazu ein Einteilungssystem, den so genannten KIG, das Schema zur Einstufung des kieferorthopädischen Behandlungsbedarfs. Fehlstellungen, die nicht von den Krankenkassen übernommen werden, sind aus medizinischen Gründen zwar erforderlich aber aufgrund des laut Krankenkassen zu geringen Ausprägungsgrades nicht erstattungswürdig.

Warum sollte trotzdem eine Frühbehandlung erfolgen, auch wenn die Krankenkasse die Kosten nicht übernimmt und dadurch private Kosten entstehen?

Auch wenn eine Fehlstellung anfangs nur gering ausgeprägt sein mag, kann es durch das weitere Wachstum zu einer Verstärkung der Problematik kommen. Dadurch ist später eine noch umfangreichere kieferorthopädische Behandlung notwendig. Je eher man behandelt umso geringer ist ggf. die weitere Ausprägung im Wachstum oder die Fehlstellung ist sogar endgültig korrigiert. Das macht eine weitere kieferorthopädische Behandlung überflüssig bzw. verkürzt die spätere Spangenphase erheblich. Falls zusätzlich eine spätere Behandlung mit einer festen Spange nötig sein sollte, ist eine kürzere Tragedauer für den behandelten Patient wesentlich angenehmer und weniger aufwendig.

Wir führen in unserer Praxis kieferorthopädische Frühbehandlungen durch und begleiten Ihr Kind bis ins Jugendalter und darüberhinaus. Durch unsere kieferorthopädische Ausbildung können wir rechtzeitig Fehlstellungen erkennen und behandeln.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und sprechen Sie uns einfach an, wir beraten sie gern!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Zahnärztliche Lachgassedierung in unserer Praxis

 

Auch wir wissen: Zahnarztangst ist in verschieden starker Ausprägung sehr weit verbreitet. 70% aller Patienten finden den Zahnarztbesuch unangenehm. Wenn es Ihnen auch so geht,bieten wir Ihnen mit der Lachgassedierung eine moderne und effektive Methode der Beruhigung sich während der Behandlung zu entspannen.

Eine Sedierung, eine Beruhigung bei vollem Bewusstsein, auf der Basis von Lachgas, hilft Ängste zu verlieren und das Schmerzempfinden sowie die Zeitwahrnehmung zu reduzieren. Sie atmen über eine kleine Nasenmaske ein Gemisch aus Sauerstoff und Lachgas ein. Die speziell auf Sie abgestimmte Dosierung bewirkt einen Entspannungszustand, wobei Sie im Gegensatz zur Narkose, jederzeit voll ansprechbar sind und mit Ihrem behandelnden Zahnarzt kommunizieren können. Da Lachgas nicht verstoffwechselt wird, klingt die Wirkung der Sedierung rasch ab und Sie können die Praxis nach der Zahnbehandlung ohne Begleitperson verlassen. Lachgas ist eines der am häufigsten untersuchten Pharmaka und eines der am besten steuerbaren, heute zugelassenen Beruhigungsmittel. Die schmerzstillende und beruhigende Wirkung wurde bereits im 19. Jahrhundert entdeckt und bis heute millionenfach angewendet. Mit moderner Technologie und geschultem Personal wird dieses bewährte Verfahren in unserer Praxis eingesetzt.

Was ist  Lachgas?(Stickoxydul)?

Im Allgemeinen bekannt unter dem Namen Lachgas, ist Sickstoffoxid ein nichtallergenes, nicht reizendes Gas, welches das zentrale Nervensystem beeinflusst.

Die analgetische (schmerzstillende) und sedierende (beruhigende) Wirkung wurde bereits im 19. Jahrhundert entdeckt und wird heute millionenfach angewandt.

Die Zahnmedizin nutzt Lachgas zur Angstreduktion und Entspannung der Patienten.

 

 

Wie wirkt Lachgas?

Über eine kleine Nasenmaske wird ein Gemisch aus reinem Sauerstoff und Lachgas verabreicht.

Deswegen ist es besonders wichtig, dass Sie die ganze Zeit gleichmäßig und tief durch die Nase ein- und ausatmen. Stickoxydul hilft, bei der Zahnarztbehandlung zu entspannen und reduziert Angstgefühle.

Durch die Entspannung gelangt der Patient in eine Art Trance, in der er aber jederzeit voll ansprechbar und Herr seiner Sinne bleibt. Angst und Schmerzempfinden nehmen deutlich ab.

Die Wirkung von Lachgas ist nach der Behandlung innerhalb von 5-10 Minuten komplett aufgehoben, und Sie können in der Regel ohne Begleitperson die Praxis wieder verlassen.

Dennoch dürfen Sie sich nicht direkt nach der Behandlung an das Steuer eines Kraftfahrzeuges setzen, da durch die Behandlung Ihr Reaktionsvermögen reduziert sein könnte.

Was fühlt man?


Patienten beschreiben das Gefühl der Stickoxydul Sedierung als

-Kribbeln in den Händen und Füßen

-Wärmegefühl

-Taubheitsgefühl der Beine, Zunge und Schleimhäute

-Ohrenklingeln

-Gefühl der Euphorie

-Gefühl der Leichtigkeit oder Schwere

Nicht jeder genießt die Behandlung mit Lachgas. Wenn Sie sich unwohl fühlen, können Sie jederzeit durch den Mund atmen, um die Behandlung zu unterbrechen. Bitten Sie dann den Zahnarzt, die Sedierung zu beenden.

 

Wer übernimmt die Kosten?

Nach eingehender Beratung des Patienten wird auf Wunsch und Verlangen entsprechend der Gebührenordnung für Zahnärzte (§2 Abs. 3) entsprechend dem zeitlichen Aufwand abgerechnet. Die Abrechnung erfolgt nach durchgeführter Behandlung und kostet etwa 50,00-150,00 EUR. Die oben angeführten Kosten werden unter Umständen nicht oder nur teilweise von Ihrer Krankenkasse erstattet.

Bitte klären Sie dies individuell mit Ihrer Versicherung.

Weltgesundheitstag – Prävention statt Reaktion

Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am 7. April begangen. Die Weltgesundheitsorganisation erinnert mit diesem Tag an ihre Gründung im Jahr 1948. Sie legt jährlich ein neues Gesundheitsthema von globaler Relevanz  für den Weltgesundheitstag fest. Ziel ist es dabei, dieses aus der Sicht der WHO vorrangige Gesundheitsproblem ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit zu rücken.

In diesem Jahr stehen Vektorübertragene Krankheiten im Vordergrund. Vektoren sind lebende Organismen wie Mücken, Fliegen oder Zecken, die Krankheitserreger von einer Person auf eine andere übertragen können. Besonders in tropischen Gebieten stellen vektorübertragene Krankheiten ein bedeutendes Public Health Problem dar.

Hier gilt es bei Auslandsreisen zu beachten, rechtzeitig entsprechende Impfungen wahrzunehmen (z.B. Malariaprophylaxe, Hepatitis Impfungen) um sich und andere vor der Verbreitung der Krankheiten zu schützen.

Im Bereich der Zahnmedizin empfehlen wir bei Reisen in tropische und Länder mit weniger guter Trinkwasserversorgung unbedingt die Verwendung von abgefülltem, gekaufen Leitungswasser. Bitte benutzen Sie kein Leitungswasser zum trinken oder Zähneputzen, oftmals sind diese für uns Europäer schlecht verträglich und können Krankheiten hervorrufen.

Weiterhin empfehlen wir dringend, die Zahnbürste bzw. den Bürstenkopf (bei elektrischen Zahnbürsten) nach der Reise umgehend zu wechseln. Dies gilt im Übrigen auch nach jeder Grippe, Erkältung, viralen oder bakteriellen Erkrankung.

Für längere Auslandsaufenthalte empfehlen wir Ihnen, einen rechtzeitigen Vorsorge-Check vor Reiseantritt!
Weiterführende Informationen erhalten Sie unter: www.weltgesundheitstag.de

 

Foto: www.weltgesundheitstag.de

 

Schutz und Pflege von Beginn an

Schon wenn der erste Milchzahn im Mund eines Babys durchbricht, kann mit einer guten Mundhygiene die Voraussetzung für ein gesundes Gebiss geschaffen werden. Während der Zahnung besteht häufig ein hoher Stressfaktor für Kind und Eltern. Der Durchbruch der Zähne verursacht Schmerzen und Schwellungen, die Speichelproduktion ist erhöht, dass Kind ist unruhig und isst schlecht. Schlafstörungen und durchwachte Nächte sind meist die Folge.

Mit relativ einfachen Hilfsmitteln kann leicht eine Schmerzlinderung erzielt werden. Hierbei können gekühlte Beißringe gegeben werden, die mittels Kühleffekt eine Schmerzreduktion schaffen. Zahnungshilfen, wie z.B. das Dentinox Gel N erreichen eine schnell einsetzende und langanhaltende Schmerzreduktion und wirken entzündungshemmend. Zum Schutz vor Karies wird Xylit und Fluorid empfohlen. Xylit ist ein Zuckeraustausstoff, der anders als herkömmliche Zucker von Bakterien nicht zu Säure abgebaut werden kann und somit die Kariesentstehung hemmt. Außerdem besitzt Xylit eine direkte antibakterielle Wirkung.

Fluorid wird in den Zahnschmelz eingebaut und senkt die Säurelöslichkeit des Schmelzes. Darüber hinaus fördert es die Freisetzung von Calcium, wodurch bereits entstandene Defekte am Zahn wieder repariert werden. Wichtig ist daher eine kontinuierliche Fluoridzufuhr, die dem Alter des Kindes entsprechend angepasst ist. Wer eine fluoridhaltige Zahnpasta für die PFlege der Milchzähne verwendet, sollte auf FLuoridtabletten verzichten – bei Einnahme von Tabletten sollte die Zahnpasta fluoridfrei sein. Da bei Kindern überschüssiges Fluorid nicht wie bei Erwachsenen ausgeschieden sondern eingelagert wird, kann es sonst zu einer sogenannten Dentalfluorose (weiße Zahnschmelzflecken) kommen.

Die Kombination von Xylit und Fluorid ist für eine effektive Kariesprophylaxe entscheidend. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Milchzähne keiner ständigen Zuckerzufuhr ausgesetzt sind. Versteckte Zucker – z.B. in Säften, Saftschorlen und gesüßten Tees  oder auch verschiedenen Nahrungsmittel wie zum Beispiel Ketchup – greifen auf Dauer den Zahnschmelz an. Kinder sollten von Beginn an lieber Wasser oder ungesüßte Tees trinken und an regelmäßige Trink- und Esszeiten gewöhnt werden. Auch Süßigkeiten sind erlaubt, aber sie sollten zu einem definierten Zeitpunkt gegeben werden. Auf keinen Fall sollte das Kind eigenmächtig über den Konsum von Süßwaren entscheiden. Denn somit ist der ph-Wert im Mund durch die Zuckerzufuhr dauerhaft niedrig. Anschließend ist Zähneputzen angesagt!

Für Rat und Hilfe bei der richtigen Pflege von Milchzähnen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.