Mein erster Schultag

Erster-Schultag

Heute ist es soweit: die Schule beginnt mit einem neuen Schuljahr! Für die Jüngsten ist es sogar der allererste Schultag! Und wie es sich für den ersten Schultag gehört, bekommen die meisten eine Schultüte geschenkt. Dort drin sind nicht nur Überraschungen in Form von Spielzeug sondern auch jede Menge Süßigkeiten!

Vergessen Sie bei dem ganzen Trubel und dem Naschen morgen nicht das Zähneputzen! Die Zähne der Jüngsten danken es Ihnen. Aber aufgepasst: der erste Schultag ist nicht nur der aufregende Start eines neuen Lebensabschnittes für die Kinder, auch die Zahnpflege und der Besuch beim Zahnarzt ändern sich ab sofort. Wenn Ihr Kind bisher Kinderzahnpaste mit 500 ppm Fluorid genommen hat, nimmt es ab morgen die ganz normale Erwachsenen-Zahncreme mit 1450 ppm. Ihr Kind sollte ab jetzt halbjährlich zum Zahnarzt gehen.

Einmal im Jahr nun bezahlen die gesetzlichen Krankenversicherung die so genannte Individualprophylaxe. Bei dieser Maßnahme werden den jungen Patienten gezeigt wie man am besten Zähne putzt und wo man sich noch steigern kann. Danach reinigt und fluoridiert  die zahnmedizinische Fachangestellten die Zähne.  Diese Prophylaxe ist für die Kinder enorm wichtig, dadurch werden sie geschult und für die Mundhygiene sensibilisiert. Ganz wichtig ist hierbei auch die Kontrolle des Übungserfolges. Apropos Kontrolle: Bloß weil Ihr Kind nun in die Schule geht, heißt das noch lange nicht, dass Sie nicht mehr nachputzen müssen oder  das Zähneputzen Ihrer Liebsten nicht mehr kontrollieren müssen. Das sollte man weiterhin bis zum 8. Lebensjahr tun, denn erst ab dann bringen die Kleinen überhaupt die manuelle Geschicklichkeit mit, die Zähne halbwegs gut zu putzen.

Einen schönen ersten Schultag wünscht das Praxisteam Dres. Trapper & Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

https://de.wikipedia.org/wiki/Individualprophylaxe

Erlanger Bergkirchweih 2017

Am kommenden Pfingstwochenende startet in Erlangen wie jedes Jahr Bayerns ältestes Bierfest! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Auf die Themen, dass die Zahl der Zahnunfälle während der Erlanger Bergkirchweih steigt oder dass Bier gut als Aufbewahrungsmedium für verloren gegangene Zähne taugt, möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Bier hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen. Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

Mit der Schule fertig und nun? Wir bilden Dich aus!

 copyright ulmato

Du interessierst Dich für Menschen, Organisation und Verwaltung, kannst Dich gut ausdrücken und bist vielseitig? Dann passt zu Dir der Beruf des/der Zahnmedizinischen Fachangestellte/n.

Deine Ausbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellte/n ist vielseitig und Du lernst unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten kennen, die diesen Beruf so interessant machen. Abrechnung und Bürotätigkeiten gehören ebenso zu Deinen Zuständigkeitsgebieten wie die vollumfängliche Tätigkeit im Behandlungszimmer. Die gesamte Ausbildung konzentriert sich darauf, Dich zu einem Allrounder in der Zahnarztpraxis zu machen.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre, der Ausbildungsbeginn ist der 01.09.2017. Nach erfolgreich bestandener Prüfung besitzt Du den Abschluss zur/zum  Zahnmedizinische/n Fachangestellte/n.

Während der Ausbildung lernst Du:
  • Alles über  Tätigkeiten von Zahnmedizinischen Fachangestellten
  • Dich zu organisieren und Deine Arbeit zu dokumentieren
  • Alles über innerbetriebliche Informations- und Kommunikationsflüsse

 

Das solltest Du mitbringen:
  • Gute Auffassungsgabe
  • Gewandtheit im schriftlichen und mündlichen Ausdruck
  • Genauigkeit
  • Geschick im Umgang mit dem PC
  • Selbstständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gute Umgangsformen

 

Wir freuen uns über deine Bewerbung per Post oder Email:
Zahnarztpraxis

Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas

Fr. Jasmin Schweigert

Neumühle 2

91056 Erlangen

Email: info@schoene-zaehne-erlangen.de

Tel: 09131/65595

Amalgam wird als Füllungsmaterial verboten.

Das millionenfach als Zahnfüllung verwendete Amalgam wird mehr und mehr zurückgedrängt. Grund dafür ist eine neue Vorschrift der Europäischen Union. Was in unserer Praxis schon längst Standard ist, soll nun auch gesetzlich umgesetzt werden. Die Gesetzesänderung soll in einem ersten Schritt besonders empfindliche Personen vor dem in den Zahnfüllungen enthaltenen Quecksilber schützen. Ab 1. Juli 2018 sollen Zahnärzte Amalgam bei Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen nur noch in absoluten Ausnahmen nutzen, erklärte die EU-Kommission. Ein grundsätzliches Verbot ist damit vorerst vom Tisch. Stattdessen wird bis 2020 geprüft, ob wir Zahnärzte ab 2030 ganz darauf verzichten können.Der Kompromiss zwischen dem EU-Parlament, den Mitgliedsländern und der Kommission ist Teil eines Pakets zur Umsetzung der sogenannten Minamata-Konvention, die die Nutzung von Quecksilber eindämmen soll. Amalgam gilt dabei besonderes Augenmerk.

Der Stoff dient seit Jahrzehnten als billige und gängige Lösung, um Löcher in den Zähnen zu füllen. Allerdings kommen mit ihm pro Jahr auch bis zu 75 Tonnen Quecksilber in der EU in Umlauf. In Deutschland wird das Füllmaterial zwar weniger angeboten, so ist es in unserer Praxis gar nicht verfügbar, in anderen EU-Ländern ist es jedoch noch sehr verbreitet.

Für Patienten ungefährlich?Die EU-Kommission schätzt die Amalgam-Füllungen zwar als für Patienten ungefährlich ein, zumal sie im Mund verkapselt sind. Kritiker äußern jedoch immer wieder Zweifel. Thema sind vor allem Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung und der Entsorgung der Füllungen sowie bei der Verbrennung von Verstorbenen in Krematorien. Bei der Gesetzesinitiative wird aber deutlich, dass gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden können.Quecksilber kann über die Atmosphäre in die Nahrungskette gelangen und sich letztlich im Körper anreichern. Zum 1. Januar 2019 wird eine eigene Sammlung und sichere Entsorgung quecksilberhaltiger Abfälle aus Zahnarztpraxen vorgeschrieben.

Wenn Sie zu diesem oder anderen Themen noch Fragen haben sollten, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Periimplantitis

Peri…WAS???

Periimplantitis ist der Fachbegriff für die Entzündung des Implantatbetts. Das Implantatbett ist das Gewebe, welches das zahnärztliche Implantat an Ort und Stelle hält: Das Zahnfleisch und der Kieferknochen. Im Zuge dieser Entzündungsform geht dieses Gewebe verloren bis auch das Implantat verloren geht. Die Periimplantitis ist sozusagen die Parodontitis des Implantates.  99 Prozent aller verloren gegangener Implantate haben eine Periimplantitis als Ursache. Ein Implantat hält in der Regel ein Leben lang. In groß angelegten Studien ließ sich zeigen, dass 85 Prozent aller weltweit gesetzter Einzelzahnimplantate noch im Mund sind. Das ist eine großartige Prozentzahl, wenn man sie einer anderen Zahl gegenüber stellt, nämlich der meist gebräuchlichen Alternativversorgung: Der Brücke. Eine Brücke hat eine statistische Verweildauer von 15-20 Jahren im Mund. Wieviele Brücken sind noch nach 30 Jahren im Mund? 0-20 Prozent!

Nun sind 85 Prozent eine gute Zahl, aber was macht die Periimplantitis genau, dass 15 Prozent der Einzelzahnimplantate an ihr verloren gehen? Und 15 Prozent entspricht in Deutschland momentan einer Zahl von 150.000 Implantaten pro Jahr. Nun das Problem Periimplantitis beschäftigt die Zahnärzteschaft weltweit und es existiert bis heute kein einheitlicher Therapieansatz, weil bis heute keine Therapie dagegen gefunden wurde. Es gibt lediglich Empfehlungen, aber keine gesicherte Methode eine Periimplantitis zu therapieren!

Was macht die Periimplantitis so schwer zu behandeln? Nun, wie ich ein paar Zeilen zuvor schon erwähnt habe, ist eine Periimplantitis vergleichbar mit einer Parodontitis am natürlichen Zahn, nur am Implantat. Beide Entzündungsformen werden von Bakterienbelägen am Implantat bzw. am Zahn verursacht. Der Unterschied beider Entzündungsformen liegt in den Chancen auszuheilen. Eine Parodontitis kann man gut therapieren. Hierzu muss man die Zahn- bzw. Wurzeloberfläche gründlich von hartnäckigen Bakterienbelägen befreien. Bleibt es dauerhaft sauber am Zahn heilt eine Parodontitis aus. Und hier liegt der Unterschied: am Implantat lassen sich die Bakterienbeläge nicht entfernen. Das liegt daran, dass im Gegensatz zum natürlichen Zahn, das Implantat keine glatte Oberfläche besitzt. Es hat in der Regel eine Schraubenform mit den dazu gehörigen Gewindegängen. Unterhalb der Gewindegänge kann man als Zahnarzt sehr schlecht sauber machen. Das ist aber nicht das einzige: in der Implantatoberfläche befinden sich mikroskopisch kleine Poren, damit in der Einheilphase Knochenzellen sehr gut einwachsen können. Die Bakterienbeläge in den mikroskopisch kleinen Poren lassen sich bis zum heutigen Tag mit keiner Methode entfernen. Das wiederum bedeutet über kurz oder lang den Verlust des Implantates.

Da bis heute keine zuverlässige Methode gefunden wurde eine Periimplantitis zu therapieren, ist die Problematik momentan das Forschungs- und Kongressthema Nummer eins weltweit. Momentaner Stand ist es, Vorbeugung zu betreiben, um es gar nicht zu einer Periimplantitis kommen zu lassen. Zur Vorbeugung kann der Patient selbst durch eine gute bis sehr gute Mundhygiene beitragen. Der implantologisch tätige Zahnarzt muss aber auch jede Menge Fachwissen besitzen um der Erkrankung vorzubeugen. Denn er bestimmt maßgeblich mit, wie hoch das Risiko des Einzelnen ist, an dieser Entzündungsform zu erkranken. Das fängt schon damit an, nicht bei jedem Patienten auf Teufel komm raus, implantieren zu wollen. Patienten mit einer schlechten Mundhygiene, mit einer bestehenden Parodontitis,mit nicht eingestellten Systemerkrankungen oder starke Raucher sind nicht für Implantate geeignet. Die Wahrscheinlichkeit dieser Gruppen an einer Periimplantitis nach Einsetzen eines Implantates zu erkranken, ist groß. Aber auch die Fähigkeiten des Kieferchirurgen oder des Implantologen sind gefragt, um eine Periimplantitis zu vermeiden. Setzt man die Implantate falsch im Kieferknochen, kann es aufgrund mangelnden Schutzes des Zahnfleisches zu einer Entzündung am Implantat kommen. Auch wenn das Implantat mit einer Krone versorgt wird, kann es durch übersehene Zementreste zu einer Erkrankung am Implantat kommen.

Für Patienten ist es deshalb sehr wichtig sich den richtigen Implantologen zu suchen, der über die Problematik informiert ist.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas.

Die Digitalisierung der Zahnmedizin

 

Die Digitalisierung der Welt der letzten 25 Jahre hat natürlich auch nicht vor der Zahnmedizin halt gemacht. Die Zahnärzte und vor allem die Patienten profitieren enorm davon. Es gibt und es wird aber auch „Verlierer“ dieser Entwicklung geben.

Fangen wir bei der zahnmedizinischen Verwaltung an. Wie in anderen Branchen auch, wurde sehr viel Papier in der Praxis durch digitale Medien ersetzt. Auch unsere Praxis ist eine „papierlose“. Die Karteikarte eines jeden Patienten existiert nur digital. Diese lässt sich in Sekundenbruchteilen aufrufen. Verwaltungs- und Abrechnungsaufgaben werden schneller und effizienter gelöst. Wichtig ist aber hierbei, dass regelmäßig Sicherungsdateien erstellt werden, für den Fall dass die Daten verloren gehen. Einziger Nachteil gegenüber früher: sollte das Computersystem einmal ausfallen oder nicht funktionstüchtig sein, ist der komplette Praxisbetrieb gestört. Man weiß nicht welche Patienten zu welcher Uhrzeit einbestellt sind und was überhaupt zu tun ist.

Betriebswirtschaftlich gesehen, ist die Digitalisierung und das Nutzen des Internets für die zahnärztliche Praxis unerlässlich geworden. Genau wie jeder Privatmann, sucht auch die Zahnarztpraxis nach dem niedrigsten Preis für das ein und dasselbe Produkt. Auch im dental Handel gibt es Preisvergleichsseiten im Internet, die die günstigsten Anbieter suchen. Der Preiskampf der Dentaldepots untereinander hat zu stark fallenden Preisen in den letzten Jahren geführt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Dentaldepots, aber vor allem die Firmenvertreter. Der Internetpreis ist meist deutlich günstiger als der des Firmenvertreters.

Die Bildgebung in der Zahnarztpraxis und dadurch die Diagnostik hat durch die Digitalisierung enorm profitiert. Angefangen bei intraoralen Digitalfotos, die das Verständnis des einzelnen Patienten für Zahnerkrankungen vereinfacht, bis hin zu den modernen, viel strahlungsärmeren, digitalen Röntgenbildern. Wo früher analoge Röntgenbilder auf kleinen detailarmen Röntgenfilmen entwickelt wurden, sind nun detailreiche und größere Aufnahmen möglich. Diese lassen sich am PC nachbearbeiten, sodass weitere Erkenntnisse möglich sind. Auch lassen sich nun digitale, dreidimensionale Röntgenbilder vor Kieferoperationen erstellen, die jede anatomische Begebenheit schon vor dem Eingriff darstellen. Damit lassen sich ganze Eingriffe virtuell durchspielen, bevor man mit der eigentlichen Arbeit beginnt.

Den mit größten Umbruch durch die dentale Digitalisierung erlebt momentan die Zahntechnik. Wo früher viele Zahntechniker mit noch mehr Erfahrung und Fingerfertigkeit notwendig waren, braucht es heute durch moderne, digitale Verfahren weniger manpower. Es ist nicht auszuschließen, dass in mehreren Jahrzehnten dieser Berufstand leider gänzlich verschwindet. Denn immer mehr Fertigungsprozesse in der Zahntechnik werden digitalisiert. Wo zum Beispiel früher der Zahntechniker noch mühsam eine aufwendige Wachsmodelation für eine Krone gestaltete, tastet heutzutage ein Präzision-Scanner den Patientenabdruck optisch ab. Daraus wird ein virtuelles Patientenmodell erstellt, an dem der Techniker den Zahnersatz digital gestaltet. Der Datensatz wird anschließend von einer Fräsmaschine verarbeitet und der fertige Zahnersatz aus dem vollen Keramikblock gefräst. In Zukunft wird die Präzision der direkten, digitalen Abformung im Patientenmund weiter steigen. Der intraorale Scan wird gänzlich den klassischen Abdruck ersetzen. Zu den gegenwärtig vorhandenen digitalen Fräsprozessen wird der 3d-Drucker hinzukommen. Der Zahnarzt von morgen wird mehr und mehr unabhängig vom klassischen Zahntechniker werden.

Die Entwicklung der letzten Jahre war spannend und wird spannend bleiben.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

Die zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas wünscht Ihnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2017! Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen und freuen uns, Sie im neuen Jahr wieder begrüßen zu dürfen!

Wir sind ab dem 2. Januar 2017 wieder für Sie da!

 

Das gesamte Praxisteam von schöne-zähne-erlangen.

 

Bild copyright by Othmar Wiesenegger 

Implantat-Mythen!

 

Es gibt viele Mythen in der Zahnheilkunde. Wie zum Beispiel, dass man mit jeder Schwangerschaft einen Zahn verliert oder dass Karies durch einen Wurm ausgelöst wird, der sich durch den faulen Zahn frießt! Diese Geschichten sind natürlich vollkommener Quatsch!

Es existieren zu Unrecht auch viele Mythen zu Zahnimplantaten. Warum ist das so? Zum einen weil Zahnimplantate den meisten, wie andere zahnärztliche Behandlungen auch, generell Angst einjagen und zum anderen weil viele falsche Geschichten im Umlauf sind. So kommt es vor, dass man einen Patienten dass erste mal über Implantate berät, sofort auf ablehnende Worte trifft. Viele berichten über Geschichten in ihren Bekanntenkreis, dass alle Implantate entzündet waren und entfernt werden mussten. Diese Geschichten sind meist übertrieben und wie es um schlechte Nachrichten immer bestellt ist: schlechte Nachrichten verbreiten sich immer schneller und besser als gute Nachrichten. Denn von den vielen zufriedenen Implantat-Patienten hört man meist gar nichts. Und es gibt eine sehr große Anzahl zufriedener Implantat-Patienten. Die meisten von Ihnen gehen aber mit ihren positiven Erfahrungen nicht gerade hausieren und weisen nicht alle sofort daraufhin, dass sie Implantat-Träger sind.

 

Die zahnärztliche Implantologie ist eine große Erfolgsgeschichte und hat vielen Menschen das Lächeln wieder zurückgegeben. Die wissenschaftliche Studienlage ist eindeutig: seit den Anfängen der zahnärztlichen Implantologie vor 45 Jahren sind 80% aller gesetzter Implantate noch im Mund Ihrer Träger. Die Zahl seit der Jahrtausendwende ist mit über 95% noch besser. Der Erfolg ist also planbar.

Es gilt jedoch einige Dinge zu beachten, um mit seinen Implantaten glücklich zu werden: Zum einen sollte der Zahnarzt qualifiziert sein Implantate setzen zu können. Er sollte hierzu eine Spezialisierung auf die zahnärztliche Implantologie vorweisen. Ein gut ausgebildeter „Implantologe“ weiß sofort, ob sein Patient überhaupt für Implantate geeignet ist oder nicht. Denn auch Misserfolg ist planbar. Ein Patient sollte eine ausreichend gute Mundhygiene vorweisen um seine hochwertigen Implantate gut pflegen zu können. Eine schlechte Mundhygiene ist ein „NoGo“. Auch Patienten mit einer aggressiven Zahnfleischerkrankung sind weniger für Implantate geeignet. Starke Raucher können sich den Wunsch auf Implantate aus dem Kopf streichen, wenn sie nicht aufhören bzw. das Rauchen stark reduzieren.

Wenn alle Voraussetzungen stimmen, werden Sie lange Spaß mit Ihren Implantaten haben. Und hören Sie nicht allein auf Schauermärchen aus Ihrem Bekanntenkreis.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der  zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Ein Hoch auf den (richtigen) Kaugummi!

Als die Amerikaner nach dem zweiten Weltkrieg den Kaugummi über den großen Teich nach Deutschland brachten, dachten sich zunächst viele: was ist das für ein Zeug? Man soll darauf kauen ohne es zu schlucken? Wofür soll das gut sein? Viele amerikanische Erfindungen stießen und stoßen häufig auf deutsche Unverständnis, bis sie sich als ganz normal und unverzichtbar darstellen.

Heutzutage fragt keiner mehr, ob es eine Daseinsberechtigung für den Kaugummi gibt. Im letzten Jahr 2015 gaben ca. 17 Millionen Deutsche an mindestens ein mal die Woche Kaugummi zu kauen. Allein davon ca. fünf Millionen die täglich dazu greifen. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Farben und Formen. Kinder lieben den „Hubba Bubba“ und versuchen sich damit gegenseitig in der Größe der Kaugummiblasen zu überbieten. Manche Erwachsene brauchen die ganz „harten“, die mit ihren ätherischen Ölen die Nase befreien sollen.

Leider nicht allen gemein ist die positive Wirkung auf unsere Mundgesundheit und damit auch auf unsere Zähne. Ich schreibe diesen Artikel, weil ich es nicht begreife warum noch immer Kaugummi im Handel ist, der normalen Haushaltzucker beinhaltet. Bevor ich auf die positive Wirkung von zuckerfreien Kaugummi zu sprechen komme, muss ich zunächst diese negative Art des Kaugummis verurteilen. Zuckerhaltiger Kaugummi versorgt über einen längeren Zeitraum als normale Süßigkeiten den Mund und damit die Kariesbakterien mit Zucker. Dadurch ist das Risiko eines Lochs im Zahn deutlich höher als bei zuckerfreien Kaugummi. Zuckerhaltige Kaugummis sollten vollständig vom Markt genommen werden. Der klassische „Wrigleys Spearmint“ hat ausgedient (leider auch der Hubba Bubba, ruft das Kind in mir).

So schlecht der zuckerhaltige Kaugummi für die Zähne ist, so überaus positiv ist der Zuckerfreie! Warum ist das so? Zunächst einmal natürlich weil er keinen Zucker hat. Karies Bakterien bekommen nichts zu „essen“ und können sich somit keine Wohnungen in unsere Zähne bauen. Es gibt auch spezielle Zahnpflegekaugummis, die sogar einen speziellen Zuckerausstauschstoff, nämlich Xylit beinhalten. Xylit ist Birkenzucker, hat 40% weniger Kalorien als Haushaltszucker bei beinahe gleicher Süsskraft des Selbigen. Löst sich Xylit im Mund, entzieht es der Umgebung Wärme und ein kühlender Effekt tritt ein. Dieser kühlender Effekt, löst einen stärkeren Speichelfluss aus, der überaus wichtig für unsere Zähne ist. Die vermehrte Spucke spült Kariesbakterien, Kariessäuren und Zahnbelag weg. Mehr Speichel bedeutet auch mehr natürliche Mineralstoffe für die Zähne! Somit entstehen weit weniger Löcher an den Zähnen!

Xylit ist generell ein Feind der Kariesbakterien. In vielen Studien (Turku/Finnland) konnte nachgewiesen werden, dass Xylit Karies um sage und schreibe 85% reduziert. Auch kann Xylit bereits bestehende, kleinere Kariesstellen „einbremsen“. Auch können sich Kariesbakterien weniger gut an der Zahnoberfläche anheften. Im Jahr 2000 konnte auch nachgewiesen werden, dass  Kinder (bis zwei Jahre) von jungen Müttern, die Xylithaltige Kaugummis täglich kauten, weit weniger Kariesbakterien im Mund hatten als andere Gleichaltrige. Xylit ist also die Geheimwaffe gegen Karies. Daher ist es auch bei Kindern zu empfehlen, die weniger gut Zähne putzen. In diesen Fällen wird geraten, den Kindern gleich nach dem Konsum von Lebensmitteln einen Xylit haltigen Kaugummi zu verabreichen.

Neben diesem cleveren Xylit hat Kaugummi aber noch den Effekt, dass er gut klebt. Somit wird Zahnbelag von der Zahnoberfläche gerissen, es kann keine Karies entstehen. Daher auch der zahnärztliche Rat: Nach dem Essen einen Zahnpflegekaugummi mit Xylit kauen.

Die Erfahrung im Umgang mit unseren Patienten zeigt: Patienten, die häufig zum (richtigen) Kaugummi greifen, haben eindeutig  bessere Zähne als die, die nie Kaugummi kauen. Auch deshalb wird Kaugummi Kauen heutzutage nicht mehr in Frage gestellt!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder andere Themen haben, zögern sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Schadet Bleaching den Zähnen?

Schadet Bleaching den Zähnen?

Ein schönes Lächeln steht unbestritten für Gesundheit, Jugendlichkeit und Attraktivität. Ein Mensch kann noch so ein schönes Aussehen haben, wenn dabei die Zähne unschön sind, stellt das einen großen Makel dar. Deshalb streben viele Menschen nach schönen und gesunden Zähnen. Manche, die unzufrieden mit ihrer Zahnfarbe sind, wollen etwas nachhelfen und lassen diese aufhellen. Dies funktioniert ähnlich wie beim Haare Bleichen mit chemischen Bleichmitteln wie Wasserstoff- oder Carbamidperoxid. Solche Bleichmittel für die Zähne gibt es auch frei in der Apotheke zu kaufen. Dort sind sie relativ günstig zu erwerben. Nachteil gegenüber dem Bleichen in der Praxis ist, dass die Anwendung meist zwei bis drei Wochen dauert. Auch nachteilig beim Bleichen zu Hause ist, dass das Bleichmittel häufig verschluckt wird oder das Zahnfleisch stark gereizt wird.

Daher der Expertenrat: Besser in der Praxis bleichen! Es ist zwar etwas teurer als die Präparate in der Apotheke, es wird aber nur eine Sitzung mit meist zwei Durchgängen benötigt um die Zähne aufzuhellen. Dabei wird das Bleichmittel mit einer speziellen Boostlampe aktiviert, die schonend aber nachhaltig die Zähne bleicht. Ein spezielles Gummituch welches über die Zähne aufgespannt wird, schützt das Zahnfleisch und die Schleimhäute vor dem Bleichmittel. Auch ein Verschlucken ist so nicht möglich. Somit haben Sie ein schönes und vor allem sicheres Ergebnis.

Jetzt kommen wir zu der Frage, ob das Bleichen den Zähnen schadet: Diese Frage höre ich in der Praxis immer wieder und ich höre allerlei Märchen in der Gesellschaft über das Bleaching. NEIN, das Bleichen der Zähne schadet den Zähnen nicht! Es macht die Zähne nicht spröder oder trocknet diese nicht aus! All das sind Mythen, die im Umlauf kursieren. Wie beim Haare Bleichen, kann das Bleichmittel lediglich die Haut bzw. Schleimhaut reizen. Beim zahnärztlichen Bleichen ist das Zahnfleisch jedoch durch die oben beschriebenen Schutzmaßnahmen in Sicherheit. Die einzige Nebenwirkung, die kurzzeitig nach dem Bleichen der Zähne auftritt, ist eine erhöhte Sensibilität der Zähne. Diese hält in der Regel ein bis zwei Tage an und ist vollkommen ungefährlich. In diese Zeit wird empfohlen, täglich zusätzlich ein Fluoridpräparat anzuwenden. Auch sollte man mindestens fünf Tage nach dem Bleichen auf Lebensmittel verzichten, die die Zahnfarbe negativ beeinflussen können. Dazu zählen Kaffee, Tee, Mundspülungen, Rauchen oder Rotwein. Soll das Bleaching Ergebnis möglichst lange anhalten, sollte man generell den Genuss der erwähnten Lebensmittel einschränken. Dann sind die Zähne mehrere Jahre deutlich heller als zuvor.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben sollten, dann fragen die Zahnärzte der Zahnarztpraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

 Bleiben Sie gesund!

 Ihr Dr. R. Aplas