Unerfüllter Kinderwunsch wegen Zahnproblemen

 

Die Zahl ungewollt kinderloser Paare steigt in Deutschland von Jahr zu Jahr. Neben bisher bekannter Probleme, nennen Reproduktionsmediziner  nun  auch Zähne als bisher unterschätzte Ursache.

Dabei kann eine kleine Entzündung an den Zähnen schon ausreichen, dass sich eine Schwangerschaft gar nicht erst einstellt. Laut der fünften deutschen Mundgesundheitsstudie leidet fast die Hälfte der Deutschen unter ernsten Zahnfleischentzündungen wie Parodontitis. Das Heimtükische an dieser Form der Entzündung ist, dass man diese nur selten bemerkt. Erst im weiter fortgeschrittenen Stadium geht das Zahnfleisch sichtbar zurück, da der darunter liegende Kieferknochen abgebaut wird. Am Ende verlieren die Zähne ihren Halt, lockern sich und fallen aus.

Leiden Frauen an einer Parodontitis, sinkt signifikant die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft oder es braucht mehrere Versuche. Auch bei Männern leidet die Spermienqualität bei chronischer Parodontitis.

Treiben die Mikroorganismen ihr Unwesen in der Zahnfleischtasche, dringen diese relativ leicht in den Körperkreislauf ein und können einen enormen negativen Einfluss auf Ihre Gesundheit haben. Bei schwangeren Frauen kann z.B. eine unbehandelte Parodontitis die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt auf das 8-fache erhöhen.

Aber auch in der Schwangerschaft, kann man eine Parodontitis noch behandeln. In leichten Fällen, reicht eine professionelle Zahnreinigung schon aus, um das schädliche Mikromileau deutlich zu reduzieren. In späteren Stadien, kann zusätzlich noch eine Antibiotika Einnahme erfolgen.

Nach erfolgreiche Behandlung sinkt bei Schwangeren das Frühgeburtenrisiko und bei Patientinnen mit Kinderwunsch steigen die Chancen, dass der Kinderwunsch in Erfüllung geht.

Wenn es dann mit der Schwangerschaft geklappt haben sollte, bitte weiterhin zur Kontrolle zum Zahnarzt erscheinen. Denn die Hormonumstellung im Organismus verändert die Beschaffenheit des Zahnfleisches im negativen, was wiederum eine Parodontitis begünstigen könnte.

Letztendlich sind die Zähne nicht die alleinige Ursache für das ausbleibende Babyglück. Dennoch gilt: wer schwanger werden möchte, sollte vorab seine Zähne überprüfen lassen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Mundgeruch in der Fastenzeit?

Seit Aschermittwoch fasten viele von uns. Dieser alte christliche Brauch geht in der Regel 40 Tage bis zum Ostersonntag. Man möchte etwas gutes für sich und seinen Körper tun, die Völlerei der Weihnachts- und Faschingstage vergessen machen. Was vielen schon des öfteren, nicht nur in der Fastenzeit aufgefallen ist: wenn man hungert, hat man manchmal das Gefühl einen schlechten Atem zu haben.
Eines gleich vorweg: nicht jeder der fastet, hat auch einen schlechten Atem! Schlechter Atem hat viele Ursachen. In 80% der Fälle ist die Ursache an den Zähnen zu finden. Das soll aber heute nicht das Thema sein. Heute wollen wir den Stoffwechsel des hungernden Menschen ins Auge fassen.

Das geringere Übel beim Fasten bedingten Mundgeruch ist die Mundtrockenheit. Viele Menschen trinken zu wenig in der Fastenzeit und entwickeln dadurch einen schlechten Atem. Das liegt daran, dass natürliche, bakterielle Stoffwechselprodukte der Mundhöhle nicht neutralisiert werden. Man riecht sozusagen mehr als üblich, wer noch so alles in unserem Mund zuhause ist. Daher der Tipp: Achten Sie auf eine ausreichende Menge Flüssigkeit pro Tag. Wenn ein Erwachsener nicht fastet, ist die empfohlene Menge ca. 1,5l am Tag. Wenn keine Flüssigkeiten aus festen Nahrungsmitteln aufgenommen werden, erhöht sich diese Empfehlung auf 2,5l pro Tag.
Das größere Übel in der Fastenzeit, ist jedoch der klassische Hungeratem! Wenn unser Körper keine Kohlenhydrate wie Gebäck, Kartoffeln usw. mehr verbrennen kann, greift er auf unsere Fettreserven zurück! „Juhu“ rufen viele, aber auch das hat seine Konsequenzen. Wenn unser Körper Fett aufspaltet entstehen so genannte Ketonkörper. Diese benötigt zum Beispiel unser Gehirn, um weiterhin gut funktionieren zu können. Als Abbauprodukt der Ketonkörper entsteht in unserem Körper Aceton. Und das wird abgeatmet. Der typische Hungeratem, den fast jeder von uns kennt. Dieser ist ein Zeichen, dass gerade Fett in unserem Körper verbrannt wird. Und gegen dieses Abfallprodukt unseres Stoffwechsels sind wir machtlos. Wir können es nur kaschieren aber nicht verhindern. Um diesen Geruch entgegen zu wirken, nutzen Sie am Besten Zahnpflegekaugummis. Denn diese sind dank Xylit und ihrer Frische prima geeignet den schlechten Atem zu neutralisieren! Gleichzeitig tun Sie Ihren Zähnen etwas Gutes!

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit in der Fastenzeit. Seien Sie aber nicht zu streng zu sich selbst. Einmal ein Päuschen pro Woche einlegen, hat noch nie jemanden geschadet.
Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!      Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Advent, Advent ein Lichtlein brennt.

Am Sonntag beginnt wieder die Adventszeit. Von Vielen herbeigesehnt, da man ja ohne Reue naschen kann. Naschen ist ja quasi jetzt Vorschrift. Und bei dem nasskalten Wetter draußen, kann man es sich auf den Weihnachtsmärkten oder daheim richtig gemütlich machen.

Neben vielen anderen Dingen gibt es momentan all die leckeren verführerischen Süßigkeiten, die viele von uns an der Weihnachtszeit so sehr lieben. Neben den Klassikern wie Lebkuchen, Spekulatius und Vanille Kipferl sind auch Dominosteine und Schoko-Weihnachtsmänner besonders beliebt. Aber wie immer im Leben, sollte man diese Leckerli in Maßen genießen. Denn nicht nur Ihre Waage zu Hause wird es Ihnen danken, sondern auch Ihre Zähne freuen sich über weniger Zuckerkonsum! Denn wie die meisten von uns wissen, macht besonders Zucker die Zähne kaputt. Wenn der Zucker dann noch in sehr klebriger Form wie momentan konsumiert wird, beschleunigt das den zerstörerischen Prozess an den Zähnen. Für alle von uns, die schon immer wissen wollten welche Süßigkeit die Zähne am schnellsten zerstört: Karamell! Karamell besitzt beide zerstörerischen Eigenschaften, die sich verheerend auf die Zahngesundheit auswirken: Hoher Zuckergehalt und hohe Klebrigkeit! Je länger der Zucker an den Zähnen klebt, desto schneller entsteht Karies!

Um Ihnen nicht die Weihnachtszeit mit diesem Artikel zu vermiesen, sei Ihnen gesagt, dass der zahnärztliche Autor bei Lebkuchen und Spekulatius auch nicht nein sagen kann und gerne zulangt. Es gibt nur folgende Dinge zu beachten um ohne Reue durch die Weihnachtszeit zu kommen:

Versuchen Sie nur in Maßen die Weihnachtsleckereien zu konsumieren. Wenn Sie diese essen, dann am besten nach den Hauptmahlzeiten und nicht zwischendrin. Wenn Ihnen doch mal zwischendrin ein Plätzchen „aus Versehen“ in den Mund gefallen ist, putzen Sie bitte NICHT sofort die Zähne! Nehmen Sie stattdessen einen zuckerfreien Zahnpflegekaugummi!

Zahnpflegekaugummis, am besten Xylit-haltig sind schnell zur Hand und lassen sich bequem auch zum Weihnachtsmarkt mitnehmen. Damit Sie ohne schlechtes Gewissen und viel Freude durch die zuckerhaltige Weihnachtszeit kommen!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann fragen Sie die Zahnärzte Ihrer Zahnarztpraxis Dr.Trapper & Dr.Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr.Rüdiger Aplas

Neuer, alter Trend: Das Ölziehen

Momentan ist es buchstäblich wieder in aller Munde: Das Ölziehen. Was ist dieser neuer, alte Trend und wie funktioniert er?

Das traditionelle Ölziehen stammt aus dem indischen Raum und wird dort als Gandusha bezeichnet. Ayurveda-Ärzte erkannten schon vor langer Zeit, dass zwischen einem gesunden Mund und gesunden Organen im gesamten Körper ein Zusammenhang besteht. Daher gilt auch für sie das Motto: Gesundheit beginnt im Mund! Da unsere Praxis vor allem auch auf Umweltzahnmedizin spezialisiert ist, wird das Ölziehen auch bei uns genau erklärt und vor allem bei Zahnfleischerkrankungen empfohlen und praktiziert. Wie funktioniert nun dieses Ölziehen genau?

Es reicht ein Esslöffel Öl aus, den man morgens auf nüchternen Magen und nach dem Zähneputzen in den Mund nimmt. Ein ständiges Hin- und -herziehen mit dem Öl entfernt Bakterien und deren Giftstoffe und bindet diese im Öl. Möchte man zwischendrin Gurgeln oder Spülen, kann man das Öl auch zwischendurch ausspucken und einen neuen Löffel nehmen. Diese Prozedur kann man so lange machen wie man möchte, eine Minute sollte sie aber schon mindestens dauern. Am Ende spuckt man das Öl aus und spült mit warmen Wasser den Mund nochmals aus.

Welches Öl ist dafür geeignet? Es sollte sortenrein, ohne Zusätze und kaltgepresst sein. Am besten ist Kokosöl geeignet. Palmenöl ist auch gut, sollte aber wegen der dafür meist notwendigen Abholzung der Regenwälder nicht gekauft werden. Der positive Effekt, den Kokosöl auf unsere Gesundheit haben soll, wird auf die große Menge der darin enthaltenen Laurinsäure zurückgeführt, die 45 bis 50 Prozent der Inhaltsstoffe ausmacht. Über die Laurinsäure und ihre Eigenschaften wird seit den 60er Jahren geforscht. Wissenschaftlich bestätigt ist ihre antimikrobielle Wirkung. So schaffen es die mittelkettigen Fettsäuren zum Beispiel, Viren außer Kraft zu setzen, indem sie deren äußere Membran aus Lipiden unterbrechen und damit zerstören. Das Innere wird freigesetzt, und das Virus geht zugrunde, indem es sich quasi auflöst.

Genau diese Wirkung gegen Viren, Mikroben, (Hefe-)Pilze, Bakterien & Co. macht die Laurinsäure aus.  Erst im menschlichen Körper entfaltet die Laurinsäure ihre Wirkung, weil sie dort in ihre Bestandteile aufgespalten wird. Auch verringert das Öl als solches scheinbar die bakterielle Neubesiedlung an den Zahnoberflächen

Aktuelle klinische Studien belegen eine signifikante Wirkung des Ölziehens auf die Mundgesundheit. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Probanden, die Kokosöl in Ihre tägliche Mundhygiene einbezogen hatten, sich die Anzahl an bakteriellen Belägen und Zahnfleischentzündungen um bis zu 50 Prozent verringert hatte. Dazu schreiben die Autoren, dass mit einer Verbesserung der Gingivitis um 50 Prozent ähnliche Erfolgsquoten erzielt wurden, wie bei einer Behandlung mit Chlorhexidin. Sie sprechen sich dadurch für das Ölziehen aus. Die üblichen Nebenwirkungen einer längeren Chlorhexidinbehandlung können dadurch vermieden werden. Wie zum Beispiel eine Beeinflussung des Geschmackempfindens oder einer Verfärbung der Zähne. Die Schleimhäute leiden außerdem nicht unter der Behandlung, sondern werden zusätzlich gepflegt.

Das Ölziehen mit Kokosöl ist eine erschwingliche und simple Methode, eine Gingivitis zu behandeln und eine gute Mundgesundheit beizubehalten. Daher ist sie eindeutig zu empfehlen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Der Zahnarzt in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten

 

Der Austausch von Wissen, Meinungen und Erfahrungen unter Zahnärzten ist enorm wichtig und sorgt für eine bessere Behandlung des einzelnen Patienten. Daher arbeiten wir von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis mit voller Leidenschaft für Ihre perfekte Behandlung!

Aber wie sieht im Berufsalltag der Austausch mit anderen Fachärzten aus? Mit welchen hat man am meisten zu tun und mit welchen rechnet der Patient überhaupt nicht? Natürlich arbeitet der Zahnarzt eng mit Kieferorthopäden und Kieferchirurgen zusammen. Aber darum soll es bei diesem Artikel nicht gehen.

Selbstverständlich hat der Zahnarzt sehr viel mit dem Hausarzt mancher Patienten zu tun. Meist geht es um Informationen zu Allgemeinerkrankungen. Blutererkrankungen und Soffwechselerkrankungen wie Diabetes spielen dort eine große Rolle. Entfernt der Zahnarzt zum Beispiel einen Zahn und der Patient hat eine schlechte Blutgerinnung kann das fatale Folgen haben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel auch zu wissen, ob ein Patient momentan eine medikamentöse Tumortherapie zu sich nimmt. Manche dieser Chemotherapeutika sorgen als  Nebenwirkung dafür, dass Extraktionswunden nicht verheilen und der Kieferknochen abstirbt. Der Hausarzt ist meist genau über die aktuelle Medikamenteneinnahme des Patienten informiert.

Der Zahnarzt ist der Facharzt, der statistisch am häufigsten Patienten zu Gesicht bekommt. Und das Gesicht ist ein gutes Stichwort, denn im alltäglichen Umgang mit Patienten sieht man dem Patienten natürlich auch ins Gesicht. Und dort offenbaren sich dem Behandler dann doch einige Hautauffälligkeiten, die einer Abklärung mit dem Hautarzt bedürfen. Semimaligne Hauttumore wie zum Beispiel das Basaliom werden häufig zunächst vom behandelnden Zahnarzt angesprochen, lange bevor der Patient sich überhaupt etwas dabei gedacht hätte. Auch wenn es um Abklärung anderer Schleimhautauffälligkeiten in der Mundhöhle geht, ist der Dermatologe ein wichtiger Ansprechpartner des Zahnarztes.

Der Physiotherapeut hat auch häufig mit dem Zahnarzt zu tun. Wenn es darum geht Kiefergelenkerkrankungen und Symptome zu therapieren, ist eine enge Absprache unerlässlich. Häufig kommen Patienten zuerst über den Orthopäden zum Physiotherapeuten und anschließend zum Zahnarzt.

Einen ähnlichen Weg gehen Patienten auch sehr häufig über einen Facharzt, der fast die meisten Berührungspunkte mit der Zahnheilkunde hat: der Hals-Nasen-Ohren Arzt. Eine erfahrener HNO-Arzt schickt einen Patienten mit Ohrenstechen, die keine HNO-Ursache haben zum Zahnarzt! Warum? Meist werden solche Symptome vom Zähnepressen oder Knirschen verursacht, ohne dass der Patient auch nur eine kleine Vermutung hat. Das Kiefergelenk sitzt direkt vor dem knöchernen Gehörgang und sorgt bei Überbeanspruchung zu Schmerzsymptomen, die vom Patienten dem Ohr zugeordnet werden. Mit einer einstellbaren Knirscherschiene sind Ohrenschmerzen meist bald kein Thema mehr.

Auch kommen Patienten häufig vom HNO-Arzt wenn sie meinen sie hätten eine Nasennebenhöhlenentzündung wegen einer vergangenen Erkältung. Diese sei so hartnäckig und möchte gar nicht abklingen. Erst der HNO-Arzt klärt die Patienten korrekt auf, dass die Ursache Ihrer Nasennebenhöhlenentzündung nicht von der Nase kommt, sondern vermutlich von einem entzündeten Backenzahn im Oberkiefer. Nach einer erfolgreichen Wurzelbehandlung klingen die Symptome meist schnell ab.

Das waren jetzt nur einige Beispiele mit welchen interdisziplinären Zusammenhängen es der Zahnarzt von heute im Alltag zu tun hat. Der Austausch von Wissen, Meinungen und Erfahrungen ist dabei enorm wichtig, denn es kommt der Gesundheit des Patienten zu Gute!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Erlanger Bergkirchweih 2017

Am kommenden Pfingstwochenende startet in Erlangen wie jedes Jahr Bayerns ältestes Bierfest! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Auf die Themen, dass die Zahl der Zahnunfälle während der Erlanger Bergkirchweih steigt oder dass Bier gut als Aufbewahrungsmedium für verloren gegangene Zähne taugt, möchte ich jetzt gar nicht eingehen. Bier hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen. Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

Mit der Schule fertig und nun? Wir bilden Dich aus!

 copyright ulmato

Du interessierst Dich für Menschen, Organisation und Verwaltung, kannst Dich gut ausdrücken und bist vielseitig? Dann passt zu Dir der Beruf des/der Zahnmedizinischen Fachangestellte/n.

Deine Ausbildung zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellte/n ist vielseitig und Du lernst unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten kennen, die diesen Beruf so interessant machen. Abrechnung und Bürotätigkeiten gehören ebenso zu Deinen Zuständigkeitsgebieten wie die vollumfängliche Tätigkeit im Behandlungszimmer. Die gesamte Ausbildung konzentriert sich darauf, Dich zu einem Allrounder in der Zahnarztpraxis zu machen.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre, der Ausbildungsbeginn ist der 01.09.2017. Nach erfolgreich bestandener Prüfung besitzt Du den Abschluss zur/zum  Zahnmedizinische/n Fachangestellte/n.

Während der Ausbildung lernst Du:
  • Alles über  Tätigkeiten von Zahnmedizinischen Fachangestellten
  • Dich zu organisieren und Deine Arbeit zu dokumentieren
  • Alles über innerbetriebliche Informations- und Kommunikationsflüsse

 

Das solltest Du mitbringen:
  • Gute Auffassungsgabe
  • Gewandtheit im schriftlichen und mündlichen Ausdruck
  • Genauigkeit
  • Geschick im Umgang mit dem PC
  • Selbstständigkeit
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Gute Umgangsformen

 

Wir freuen uns über deine Bewerbung per Post oder Email:
Zahnarztpraxis

Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas

Fr. Jasmin Schweigert

Neumühle 2

91056 Erlangen

Email: info@schoene-zaehne-erlangen.de

Tel: 09131/65595

Amalgam wird als Füllungsmaterial verboten.

Das millionenfach als Zahnfüllung verwendete Amalgam wird mehr und mehr zurückgedrängt. Grund dafür ist eine neue Vorschrift der Europäischen Union. Was in unserer Praxis schon längst Standard ist, soll nun auch gesetzlich umgesetzt werden. Die Gesetzesänderung soll in einem ersten Schritt besonders empfindliche Personen vor dem in den Zahnfüllungen enthaltenen Quecksilber schützen. Ab 1. Juli 2018 sollen Zahnärzte Amalgam bei Kindern sowie schwangeren und stillenden Frauen nur noch in absoluten Ausnahmen nutzen, erklärte die EU-Kommission. Ein grundsätzliches Verbot ist damit vorerst vom Tisch. Stattdessen wird bis 2020 geprüft, ob wir Zahnärzte ab 2030 ganz darauf verzichten können.Der Kompromiss zwischen dem EU-Parlament, den Mitgliedsländern und der Kommission ist Teil eines Pakets zur Umsetzung der sogenannten Minamata-Konvention, die die Nutzung von Quecksilber eindämmen soll. Amalgam gilt dabei besonderes Augenmerk.

Der Stoff dient seit Jahrzehnten als billige und gängige Lösung, um Löcher in den Zähnen zu füllen. Allerdings kommen mit ihm pro Jahr auch bis zu 75 Tonnen Quecksilber in der EU in Umlauf. In Deutschland wird das Füllmaterial zwar weniger angeboten, so ist es in unserer Praxis gar nicht verfügbar, in anderen EU-Ländern ist es jedoch noch sehr verbreitet.

Für Patienten ungefährlich?Die EU-Kommission schätzt die Amalgam-Füllungen zwar als für Patienten ungefährlich ein, zumal sie im Mund verkapselt sind. Kritiker äußern jedoch immer wieder Zweifel. Thema sind vor allem Gesundheitsrisiken bei der Verarbeitung und der Entsorgung der Füllungen sowie bei der Verbrennung von Verstorbenen in Krematorien. Bei der Gesetzesinitiative wird aber deutlich, dass gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden können.Quecksilber kann über die Atmosphäre in die Nahrungskette gelangen und sich letztlich im Körper anreichern. Zum 1. Januar 2019 wird eine eigene Sammlung und sichere Entsorgung quecksilberhaltiger Abfälle aus Zahnarztpraxen vorgeschrieben.

Wenn Sie zu diesem oder anderen Themen noch Fragen haben sollten, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Die Digitalisierung der Zahnmedizin

 

Die Digitalisierung der Welt der letzten 25 Jahre hat natürlich auch nicht vor der Zahnmedizin halt gemacht. Die Zahnärzte und vor allem die Patienten profitieren enorm davon. Es gibt und es wird aber auch „Verlierer“ dieser Entwicklung geben.

Fangen wir bei der zahnmedizinischen Verwaltung an. Wie in anderen Branchen auch, wurde sehr viel Papier in der Praxis durch digitale Medien ersetzt. Auch unsere Praxis ist eine „papierlose“. Die Karteikarte eines jeden Patienten existiert nur digital. Diese lässt sich in Sekundenbruchteilen aufrufen. Verwaltungs- und Abrechnungsaufgaben werden schneller und effizienter gelöst. Wichtig ist aber hierbei, dass regelmäßig Sicherungsdateien erstellt werden, für den Fall dass die Daten verloren gehen. Einziger Nachteil gegenüber früher: sollte das Computersystem einmal ausfallen oder nicht funktionstüchtig sein, ist der komplette Praxisbetrieb gestört. Man weiß nicht welche Patienten zu welcher Uhrzeit einbestellt sind und was überhaupt zu tun ist.

Betriebswirtschaftlich gesehen, ist die Digitalisierung und das Nutzen des Internets für die zahnärztliche Praxis unerlässlich geworden. Genau wie jeder Privatmann, sucht auch die Zahnarztpraxis nach dem niedrigsten Preis für das ein und dasselbe Produkt. Auch im dental Handel gibt es Preisvergleichsseiten im Internet, die die günstigsten Anbieter suchen. Der Preiskampf der Dentaldepots untereinander hat zu stark fallenden Preisen in den letzten Jahren geführt. Leidtragende dieser Entwicklung sind die Dentaldepots, aber vor allem die Firmenvertreter. Der Internetpreis ist meist deutlich günstiger als der des Firmenvertreters.

Die Bildgebung in der Zahnarztpraxis und dadurch die Diagnostik hat durch die Digitalisierung enorm profitiert. Angefangen bei intraoralen Digitalfotos, die das Verständnis des einzelnen Patienten für Zahnerkrankungen vereinfacht, bis hin zu den modernen, viel strahlungsärmeren, digitalen Röntgenbildern. Wo früher analoge Röntgenbilder auf kleinen detailarmen Röntgenfilmen entwickelt wurden, sind nun detailreiche und größere Aufnahmen möglich. Diese lassen sich am PC nachbearbeiten, sodass weitere Erkenntnisse möglich sind. Auch lassen sich nun digitale, dreidimensionale Röntgenbilder vor Kieferoperationen erstellen, die jede anatomische Begebenheit schon vor dem Eingriff darstellen. Damit lassen sich ganze Eingriffe virtuell durchspielen, bevor man mit der eigentlichen Arbeit beginnt.

Den mit größten Umbruch durch die dentale Digitalisierung erlebt momentan die Zahntechnik. Wo früher viele Zahntechniker mit noch mehr Erfahrung und Fingerfertigkeit notwendig waren, braucht es heute durch moderne, digitale Verfahren weniger manpower. Es ist nicht auszuschließen, dass in mehreren Jahrzehnten dieser Berufstand leider gänzlich verschwindet. Denn immer mehr Fertigungsprozesse in der Zahntechnik werden digitalisiert. Wo zum Beispiel früher der Zahntechniker noch mühsam eine aufwendige Wachsmodelation für eine Krone gestaltete, tastet heutzutage ein Präzision-Scanner den Patientenabdruck optisch ab. Daraus wird ein virtuelles Patientenmodell erstellt, an dem der Techniker den Zahnersatz digital gestaltet. Der Datensatz wird anschließend von einer Fräsmaschine verarbeitet und der fertige Zahnersatz aus dem vollen Keramikblock gefräst. In Zukunft wird die Präzision der direkten, digitalen Abformung im Patientenmund weiter steigen. Der intraorale Scan wird gänzlich den klassischen Abdruck ersetzen. Zu den gegenwärtig vorhandenen digitalen Fräsprozessen wird der 3d-Drucker hinzukommen. Der Zahnarzt von morgen wird mehr und mehr unabhängig vom klassischen Zahntechniker werden.

Die Entwicklung der letzten Jahre war spannend und wird spannend bleiben.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Ein frohes und gesundes neues Jahr 2017!

 

Die zahnärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas wünscht Ihnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2017! Wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen und freuen uns, Sie im neuen Jahr wieder begrüßen zu dürfen!

Wir sind ab dem 2. Januar 2017 wieder für Sie da!

 

Das gesamte Praxisteam von schöne-zähne-erlangen.

 

Bild copyright by Othmar Wiesenegger