Die „Wunderzahnbürste“ Amabrush – der Test.

Da liegt das Postpaket nun vor mir an einem Freitag Abend. Nach einer langen und arbeitsreichen Woche in unserer Zahnarztpraxis, etwas müde aber immer noch voller Tatendrang, möchte ich keinen weiteren Augenblick verlieren das „Ding des Jahres“ nun endlich auszuprobieren. Ich habe ja schließlich ein halbes Jahr seit September 2018 auf die 128,- Euro Zahnbürste gewartet.

Tatsächlich war die Amabrush in Fachkreisen schon bekannt, bevor die revolutionäre Zahnbürste an der Pro7-Sendung „Das Ding des Jahres 2018“ teilnahm. Denn Sie verspricht ein Meilenstein der Mundhygiene zu sein. Es klingt zu gut um wahr zu sein: strahlend saubere Zähne, ohne große Mühe und Geschick in nur 10 Sekunden Anwendung! Genial! Endlich ein Tool, das den ganz großen Durchbruch verspricht. Die Mundhygiene der Bevölkerung verbessert sich und weniger zahnärztliche Behandlungen sind notwendig.

Die Idee dahinter ist folgende: Ohne großes Geschick, platziert sich die Zahnbürste auf allen zugänglichen Zahnoberflächen und reinigt diese gleichzeitig 10 Sekunden lang. Denn putzt man vergleichsweise mit einer elektrischen Zahnbürste überdurchschnittliche 3 Minuten und gründlich, dann wird jede Zahnoberfläche bei 32  vorhandenen Zähnen (180s : 100 Flächen = 1,8s) 1,8 Sekunden gereinigt. Demnach müsste die Amabrush 5,5 mal so gründlich sein wie eine handelsübliche elektrische Zahnbürste.

Die Zahnbürste wird in einem schicken weißen Karton geliefert. Das Unboxing wird ähnlich wie bei Apple Produkten regelrecht zelebriert: Hier ein nettes Päckchen, dort zwei bestens verarbeitete Schlaufen zum Öffnen. Alles sauber angeordnet. Die Zahnbürste selbst ist unter einer Schutzfolie eingeschweißt. Diese abzuziehen, zaubert selbst Steve Jobs im Himmel noch ein Lächeln ins Gesicht. Es wird also alles dafür getan, den neuen Besitzer zu einem stolzen Eigentümer zu machen.

In der Verpackung sind zudem noch ein Willkommen-Schreiben mit Bedienungsanleitung, eine Induktionsladeschale und ein Drei-Monats-Vorrat an Zahnpasta enthalten. Von diesem wurde lediglich eine Geschmacksrichtung von Dreien ausprobiert. Die Zahnbürste selbst besteht aus einem Handstück mit zwei „Knöpfen“ an der Vorderseite und dem Mundstück, das man magnetisch ans Erstere andockt. Beide sind ausreichend gut unter fließend Wasser zu reinigen und gut verarbeitet.

Das relativ einfache Installationsprozedere ist nun folgendes: eine der drei mitgelieferten Zahnpasta-Patronen öffnen und in die Rückseite des Handstücks stecken. Anschließend mehrfach auf den oberen der zwei Knöpfe auf der Vorderseite drücken bis Zahnpaste aus den Austrittsöffnungen des Mundstückes austritt. Dies muss man nur beim ersten Mal mehrfach wiederholen, da die dünnflüssige Zahnpasta erstmals den ganzen Weg von der Patrone zum Mundstück gepumpt werden muss. Bei weiteren Anwendungen, soll laut Hersteller einmaliges Drücken pro Putzvorgang reichen. Dazu später mehr. Nun das leicht flexible Mundstück im Mund platzieren (passte von der Größe problemlos bei Mann und Frau) und mit leichten Biss die Zahnreihen hineingleiten lassen. Wichtig ist hierbei, dass man nicht dauerhaft zubeißt, sondern lediglich das Mundstück bestimmt aber lose zwischen den Zahnreihen platziert. Dann kann es losgehen, in dem man den unteren Knopf an der Handstück Vorderseite einmal betätigt. Es blinkt ein Licht und kurz danach beginnt der 10 sekündige Putzvorgang. Selbiger wird  automatisch beendet. Faszinierend dabei wie schnell 10 Sekunden vergehen können. Die Vibrationen und die Lautstärke der Reinigung sind etwas stärker als bei einer herkömmlichen elektrischen Zahnbürste und damit nicht unangenehm.

Und? Wie ist das Putzergebnis nach ca. 12 Stunden Plaque Ansammlung? Nun leider, SEHR ERNÜCHTERND! Um es genauer auszudrücken: sehr enttäuschend. Die Erwartung war, dass das Putzergebnis zumindest so gut ist, wie bei den beiden Marktführern elektrischer Zahnbürsten. Aber von dem deutlich spürbaren Zahnbelag nach einem langen Arbeitstag, war auch hinterher kaum eine Veränderung feststellbar. Um es klarzustellen, dieser Putzbericht hier erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Es wurden keine Plaquefärbetabletten verwendet. Es wurden keine Mundhygiene Indizes wie API und SBI erhoben.  Es wurden keine Resultate notiert und diese auch nicht statistisch gegenüber herkömmlichen elektrischen Zahnbürsten ausgewertet. Denn das war absolut nicht notwendig und auch nicht gewollt. Es ging um die Frage: strahlend, saubere Zähne in 10 Sekunden bei zahnärztlicher Anwendung? Ganz klar nein! Auf die ersten „echten“ wissenschaftlichen Auswertungen gegenüber den Marktführern ist zu warten. Aber nach eigener Einschätzung werden diese mehr als signifikant schlechter ausfallen als bei der Konkurrenz.

Aber warum ist das Ergebnis so enttäuschend? Liegt es an falscher Anwendung? Waren die Testbedingungen unfair? Beides ist klar mit nein zu beantworten. Aus zahnärztlicher Erfahrung und technischen Kenntnissen heraus, wurde nicht lange genug in die technische Entwicklung investiert. Die „Bürste“ besteht aus mehreren Reihen „Silikonborsten“, die schräg angeordnet sind. Zum einen könnten von diesen Borsten mehr vorhanden sein, die Borsten könnten dichter stehen um damit eine größere Reinigungswirkung erzielen. Zum anderen schwingen diese Silikon-Borsten einmal im Mund angelegt so gut wie nicht mehr. Aktiviert man die Reinigung stattdessen testweise ausserhalb des Mundes, kann man gut erkennen wie die einzelnen Silikonborsten mit der Vibration mitschwingen. Im Mund stattdessen sind die Borsten zu massiv und träge, dass diese beim Kontakt zur Zahnoberfläche quasi aufhören zu schwingen. Warum der Hersteller keine echten feinen Borsten entwickelt hat, lässt sich nur damit erklären, dass diese sich beim Anlegen der Bürste schneller abnutzen und früher ausgetauscht werden müssten, was wiederum bei der Größe des Mundstückes schnell ins Geld gehen würde.

Ein weiterer Kritikpunkt ist:  man hatte das subjektive Gefühl, dass nicht genug Zahnpasta im Mund sei. Ein schäumendes und damit reinigendes Gefühl kam nicht auf. Man hat das Bedürfnis nicht nur einmal sondern mehrmals auf den Zahnpasta „Pump-Knopf“ zu drücken. Nach mehrmaliger Anwendung war daher die erste Zahnpasta-Patrone schon halb leer. Es ist schleierhaft, wie die drei mitgelieferten Patronen drei Monate halten sollen. Sowohl aus ökologischer  als auch aus ökonomischer Sichtweise, sind diese Zahnpasta-Patronen kritisch zu betrachten. Sie sind recht massiv aus Kunststoff gefertigt und werden nach ihrem kurzen Leben einfach entsorgt. Kunststoff Müll Reduktion sieht heutzutage anders aus. Wie teuer diese Patronen in der Neuanschaffung sind, wurde nicht recherchiert. Aber die Preise für Drucker-Tintenpatronen lassen auch hier böses erahnen. Es ist eine weitere lukrative Einnahmequelle des Amabrush Herstellers, die Zahnpasta-Patronen exklusiv zu vertreiben. Normale Zahnpasta kann man leider nicht verwenden, diese war im Test zu träge und klebrig um überhaupt eine Reinigung zu erzielen. Es bleibt abzuwarten ob ein Fremdhersteller eine dünnflüssige Alternative aus der herkömmlichen Tube entwickelt. Dies würde Ressourcen und Geld sparen.

Das Fazit: Die Idee genial, die technische Umsetzung ungenügend: Im großen und ganzen erzeugt die Amabrush zunächst das „musst have“ Gefühl, um dann aber bei Ihrer eigentlichen Aufgaben massiv zu schwächeln. Der Zahnbürste könnte jedoch der ganz große Durchbruch noch bevorstehen, wenn die technische Entwicklung des Mundstücks, insbesondere der Borsten vorangetrieben wird. Zudem sollten Fremdanbieter dünnflüssige Zahnpasta entwickeln und anbieten um den Wahnsinn der Zahnpasta-Patronen zu umgehen.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Parodontitis und Alzheimer

Die Alzheimer Erkrankung ist momentan durch den Tod des bekannten Fussball Managers Rudi Assauer vergangener Woche wieder in aller Munde. Dass Parodontitis eine Alzheimer-Erkrankung begünstigen kann, deutete sich bereits in mehreren Studien in der Vergangenheit an. So konnte eine von vielen Studien bemerkenswerte Zahlen vorlegen. Nämlich dass Senioren, die unter einer Parodontitis leiden, ein 70-prozentiges Risiko haben, an Alzheimer zu erkranken.

Es konnte zwar bis vor kurzem keine direkte Verbindung zwischen Parodontitis und Alzheimer gefunden werden, allerdings hatten die Patienten, die seit zehn Jahren oder länger an einer chronischen Parodontitis litten, ein 70 Prozent höheres Risiko an Alzheimer zu erkranken, als Patienten ohne Parodontitis.

Aus ihren Ergebnissen schlussfolgerten die Forscher, dass kleine Entzündungsherde im Körper eine tragende Rolle bei der Entstehung von Alzheimer haben. Zudem verdeutlichen sie ein weiteres Mal den enormen Stellenwert der Prophylaxe – nicht nur für die Zähne, sondern auch für den restlichen Körper.

In einer nun im Januar 2019 veröffentlichten Studie konnte ein internationales Forscherteam  jetzt den direkten Nachweis erbringen und die früheren Vermutungen bestätigen, wonach eine Infektion des Hirngewebes mit dem Erreger von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen Porphyromonas gingivalis eine Ursache der Demenz sein könnte. Danach führen die von diesen Bakterien freigesetzten Enzyme zum Absterben von Hirnzellen. Wie Experimente mit Mäusen zeigten, können die Erreger von einem Infektionsherd im Mund aus bis in das Gehirn vordringen – möglicherweise über Hirnnerven oder aus dem Blut durch Überwinden der Blut-Hirn-Schranke.

Weitere Studien hierzu bleiben abzuwarten. Sollten sich diese Studienergebnissen in Zukunft allerdings bestätigen, sind das sehr gute Nachrichten. Damit könnte man gezielt Prophylaxe gegen Alzheimer betreiben. Denn gesund beginnt im Mund.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Quelle: „Porphyromonas gingivalis in Alzheimer’s disease brains: Evidence for disease causation and treatment with small-molecule inhibitors“, Stephen S. Dominy et al.; Science Advances, DOI: 10.1126/sciadv.aau3333

Unerfüllter Kinderwunsch wegen Zahnproblemen

 

Die Zahl ungewollt kinderloser Paare steigt in Deutschland von Jahr zu Jahr. Neben bisher bekannter Probleme, nennen Reproduktionsmediziner  nun  auch Zähne als bisher unterschätzte Ursache.

Dabei kann eine kleine Entzündung an den Zähnen schon ausreichen, dass sich eine Schwangerschaft gar nicht erst einstellt. Laut der fünften deutschen Mundgesundheitsstudie leidet fast die Hälfte der Deutschen unter ernsten Zahnfleischentzündungen wie Parodontitis. Das Heimtükische an dieser Form der Entzündung ist, dass man diese nur selten bemerkt. Erst im weiter fortgeschrittenen Stadium geht das Zahnfleisch sichtbar zurück, da der darunter liegende Kieferknochen abgebaut wird. Am Ende verlieren die Zähne ihren Halt, lockern sich und fallen aus.

Leiden Frauen an einer Parodontitis, sinkt signifikant die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft oder es braucht mehrere Versuche. Auch bei Männern leidet die Spermienqualität bei chronischer Parodontitis.

Treiben die Mikroorganismen ihr Unwesen in der Zahnfleischtasche, dringen diese relativ leicht in den Körperkreislauf ein und können einen enormen negativen Einfluss auf Ihre Gesundheit haben. Bei schwangeren Frauen kann z.B. eine unbehandelte Parodontitis die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt auf das 8-fache erhöhen.

Aber auch in der Schwangerschaft, kann man eine Parodontitis noch behandeln. In leichten Fällen, reicht eine professionelle Zahnreinigung schon aus, um das schädliche Mikromileau deutlich zu reduzieren. In späteren Stadien, kann zusätzlich noch eine Antibiotika Einnahme erfolgen.

Nach erfolgreiche Behandlung sinkt bei Schwangeren das Frühgeburtenrisiko und bei Patientinnen mit Kinderwunsch steigen die Chancen, dass der Kinderwunsch in Erfüllung geht.

Wenn es dann mit der Schwangerschaft geklappt haben sollte, bitte weiterhin zur Kontrolle zum Zahnarzt erscheinen. Denn die Hormonumstellung im Organismus verändert die Beschaffenheit des Zahnfleisches im negativen, was wiederum eine Parodontitis begünstigen könnte.

Letztendlich sind die Zähne nicht die alleinige Ursache für das ausbleibende Babyglück. Dennoch gilt: wer schwanger werden möchte, sollte vorab seine Zähne überprüfen lassen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper & Dr. Rüdiger Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

Bergkirchweih 2018

 

Pünktlich zum Pfingstwochenende startet morgen am 17. Mai in Erlangen wie jedes Jahr die fünfte Jahreszeit – die Erlanger Bergkirchweih! Es werden wieder über eine Million Besucher an zehn Tagen erwartet. Groß und Klein erfreut sich wie jedes Jahr an den zahlreichen Attraktionen. Für viele Erwachsene steht das gesellige Treiben an den Bierkellern im Vordergrund! Das bergkühle Festbier schmeckt vor allem an heißen Tagen am besten. Wer hätte gedacht, dass Bier auch was mit den Zähnen zu tun haben könnte?

Leider steigt zur Erlanger Bergkirchweih auch die Zahl der Zahnunfälle an, nur gut dass das Bier gleichzeitig auch ein super Aufbewahrungsmedium für abgebrochene Zähne darstellt. Bier selbst hat nur indirekt was mit Zähnen zu tun, aber direkt etwas mit Speichel! Und Speichel ist der wichtigste Schutzmechanismus für Zähne! Zum einen sind im Bier viele Mineralstoffe gelöst, die über den Speichel die Zahnoberfläche härten. Das ist gut! Und zum anderen lässt sich anhand des Bierschaumes, Speichelqualitäten veranschaulichen. Es gibt nämlich unterschiedlich „guten“ Speichel. Sprüche wie „da bleibt einem die Spucke weg“ kommen nicht von ungefähr!

Manche von uns haben viel Speichel, manche ganz wenig. Manche Spucke kann Kariessäuren schnell, manche nur langsam neutralisieren. Manche Spucke ist sehr flüssig und gleitet dabei gut, und manche wiederum ist sehr klebrig und schäumt dabei wie Bierschaum. Schäumende Spucke ist nicht sonderlich gut für Zähne, denn der Schaum kommt von mangelnder Benetzbarkeit zur Zahnoberfläche. Das heißt, der Speichel lagert sich nicht gut an der Zahnoberfläche an sondern rollt eher an ihr ab. Dabei wird Luft eingeschlossen, es entsteht Schaum.

Ist der Bierkrug oder das Bierglas beim Einschenken trocken entsteht viel Schaum. Noch stärker ist dieses Phänomen wenn der Krug nicht nur trocken, sondern zudem staubig ist. Das Bier kann durch die trockene ggf. staubige Oberfläche des Kruges keine gute Benetzbarkeit zur Oberfläche eingehen. Das Bier rollt an der Oberfläche entlang, Luft wird eingeschlossen, es entsteht Schaum! Daher der Tipp für alle Biertrinker: Das Bierglas vor dem Einschenken mit Wasser ausspülen! Und der Tipp für alle mit schäumenden Speichel: Zahnpflegekaugummis mit kühlenden Xylit kauen, das verbessert die Benetzbarkeit.

Das Thema soll nicht für einen übermäßigen Bierkonsum entschuldigen! Trinken Sie nicht zu viel auf der Erlanger Bergkirchweih. Das Praxisteam wünscht Ihnen jedoch viel Spaß auf dem diesjährigen „Berch“! Ein Prosit der Gemütlichkeit!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte von „Schöne Zähne Erlangen“.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. R. Aplas

https://www.berch.info

Mundgeruch in der Fastenzeit?

Seit Aschermittwoch fasten viele von uns. Dieser alte christliche Brauch geht in der Regel 40 Tage bis zum Ostersonntag. Man möchte etwas gutes für sich und seinen Körper tun, die Völlerei der Weihnachts- und Faschingstage vergessen machen. Was vielen schon des öfteren, nicht nur in der Fastenzeit aufgefallen ist: wenn man hungert, hat man manchmal das Gefühl einen schlechten Atem zu haben.
Eines gleich vorweg: nicht jeder der fastet, hat auch einen schlechten Atem! Schlechter Atem hat viele Ursachen. In 80% der Fälle ist die Ursache an den Zähnen zu finden. Das soll aber heute nicht das Thema sein. Heute wollen wir den Stoffwechsel des hungernden Menschen ins Auge fassen.

Das geringere Übel beim Fasten bedingten Mundgeruch ist die Mundtrockenheit. Viele Menschen trinken zu wenig in der Fastenzeit und entwickeln dadurch einen schlechten Atem. Das liegt daran, dass natürliche, bakterielle Stoffwechselprodukte der Mundhöhle nicht neutralisiert werden. Man riecht sozusagen mehr als üblich, wer noch so alles in unserem Mund zuhause ist. Daher der Tipp: Achten Sie auf eine ausreichende Menge Flüssigkeit pro Tag. Wenn ein Erwachsener nicht fastet, ist die empfohlene Menge ca. 1,5l am Tag. Wenn keine Flüssigkeiten aus festen Nahrungsmitteln aufgenommen werden, erhöht sich diese Empfehlung auf 2,5l pro Tag.
Das größere Übel in der Fastenzeit, ist jedoch der klassische Hungeratem! Wenn unser Körper keine Kohlenhydrate wie Gebäck, Kartoffeln usw. mehr verbrennen kann, greift er auf unsere Fettreserven zurück! „Juhu“ rufen viele, aber auch das hat seine Konsequenzen. Wenn unser Körper Fett aufspaltet entstehen so genannte Ketonkörper. Diese benötigt zum Beispiel unser Gehirn, um weiterhin gut funktionieren zu können. Als Abbauprodukt der Ketonkörper entsteht in unserem Körper Aceton. Und das wird abgeatmet. Der typische Hungeratem, den fast jeder von uns kennt. Dieser ist ein Zeichen, dass gerade Fett in unserem Körper verbrannt wird. Und gegen dieses Abfallprodukt unseres Stoffwechsels sind wir machtlos. Wir können es nur kaschieren aber nicht verhindern. Um diesen Geruch entgegen zu wirken, nutzen Sie am Besten Zahnpflegekaugummis. Denn diese sind dank Xylit und ihrer Frische prima geeignet den schlechten Atem zu neutralisieren! Gleichzeitig tun Sie Ihren Zähnen etwas Gutes!

Wir wünschen Ihnen eine gute Zeit in der Fastenzeit. Seien Sie aber nicht zu streng zu sich selbst. Einmal ein Päuschen pro Woche einlegen, hat noch nie jemanden geschadet.
Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!      Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Advent, Advent ein Lichtlein brennt.

Am Sonntag beginnt wieder die Adventszeit. Von Vielen herbeigesehnt, da man ja ohne Reue naschen kann. Naschen ist ja quasi jetzt Vorschrift. Und bei dem nasskalten Wetter draußen, kann man es sich auf den Weihnachtsmärkten oder daheim richtig gemütlich machen.

Neben vielen anderen Dingen gibt es momentan all die leckeren verführerischen Süßigkeiten, die viele von uns an der Weihnachtszeit so sehr lieben. Neben den Klassikern wie Lebkuchen, Spekulatius und Vanille Kipferl sind auch Dominosteine und Schoko-Weihnachtsmänner besonders beliebt. Aber wie immer im Leben, sollte man diese Leckerli in Maßen genießen. Denn nicht nur Ihre Waage zu Hause wird es Ihnen danken, sondern auch Ihre Zähne freuen sich über weniger Zuckerkonsum! Denn wie die meisten von uns wissen, macht besonders Zucker die Zähne kaputt. Wenn der Zucker dann noch in sehr klebriger Form wie momentan konsumiert wird, beschleunigt das den zerstörerischen Prozess an den Zähnen. Für alle von uns, die schon immer wissen wollten welche Süßigkeit die Zähne am schnellsten zerstört: Karamell! Karamell besitzt beide zerstörerischen Eigenschaften, die sich verheerend auf die Zahngesundheit auswirken: Hoher Zuckergehalt und hohe Klebrigkeit! Je länger der Zucker an den Zähnen klebt, desto schneller entsteht Karies!

Um Ihnen nicht die Weihnachtszeit mit diesem Artikel zu vermiesen, sei Ihnen gesagt, dass der zahnärztliche Autor bei Lebkuchen und Spekulatius auch nicht nein sagen kann und gerne zulangt. Es gibt nur folgende Dinge zu beachten um ohne Reue durch die Weihnachtszeit zu kommen:

Versuchen Sie nur in Maßen die Weihnachtsleckereien zu konsumieren. Wenn Sie diese essen, dann am besten nach den Hauptmahlzeiten und nicht zwischendrin. Wenn Ihnen doch mal zwischendrin ein Plätzchen „aus Versehen“ in den Mund gefallen ist, putzen Sie bitte NICHT sofort die Zähne! Nehmen Sie stattdessen einen zuckerfreien Zahnpflegekaugummi!

Zahnpflegekaugummis, am besten Xylit-haltig sind schnell zur Hand und lassen sich bequem auch zum Weihnachtsmarkt mitnehmen. Damit Sie ohne schlechtes Gewissen und viel Freude durch die zuckerhaltige Weihnachtszeit kommen!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, dann fragen Sie die Zahnärzte Ihrer Zahnarztpraxis Dr.Trapper & Dr.Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr.Rüdiger Aplas

Mein erster Schultag

Erster-Schultag

Heute ist es soweit: die Schule beginnt mit einem neuen Schuljahr! Für die Jüngsten ist es sogar der allererste Schultag! Und wie es sich für den ersten Schultag gehört, bekommen die meisten eine Schultüte geschenkt. Dort drin sind nicht nur Überraschungen in Form von Spielzeug sondern auch jede Menge Süßigkeiten!

Vergessen Sie bei dem ganzen Trubel und dem Naschen morgen nicht das Zähneputzen! Die Zähne der Jüngsten danken es Ihnen. Aber aufgepasst: der erste Schultag ist nicht nur der aufregende Start eines neuen Lebensabschnittes für die Kinder, auch die Zahnpflege und der Besuch beim Zahnarzt ändern sich ab sofort. Wenn Ihr Kind bisher Kinderzahnpaste mit 500 ppm Fluorid genommen hat, nimmt es ab morgen die ganz normale Erwachsenen-Zahncreme mit 1450 ppm. Ihr Kind sollte ab jetzt halbjährlich zum Zahnarzt gehen.

Einmal im Jahr nun bezahlen die gesetzlichen Krankenversicherung die so genannte Individualprophylaxe. Bei dieser Maßnahme werden den jungen Patienten gezeigt wie man am besten Zähne putzt und wo man sich noch steigern kann. Danach reinigt und fluoridiert  die zahnmedizinische Fachangestellten die Zähne.  Diese Prophylaxe ist für die Kinder enorm wichtig, dadurch werden sie geschult und für die Mundhygiene sensibilisiert. Ganz wichtig ist hierbei auch die Kontrolle des Übungserfolges. Apropos Kontrolle: Bloß weil Ihr Kind nun in die Schule geht, heißt das noch lange nicht, dass Sie nicht mehr nachputzen müssen oder  das Zähneputzen Ihrer Liebsten nicht mehr kontrollieren müssen. Das sollte man weiterhin bis zum 8. Lebensjahr tun, denn erst ab dann bringen die Kleinen überhaupt die manuelle Geschicklichkeit mit, die Zähne halbwegs gut zu putzen.

Einen schönen ersten Schultag wünscht das Praxisteam Dres. Trapper & Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

https://de.wikipedia.org/wiki/Individualprophylaxe

Neuer, alter Trend: Das Ölziehen

Momentan ist es buchstäblich wieder in aller Munde: Das Ölziehen. Was ist dieser neuer, alte Trend und wie funktioniert er?

Das traditionelle Ölziehen stammt aus dem indischen Raum und wird dort als Gandusha bezeichnet. Ayurveda-Ärzte erkannten schon vor langer Zeit, dass zwischen einem gesunden Mund und gesunden Organen im gesamten Körper ein Zusammenhang besteht. Daher gilt auch für sie das Motto: Gesundheit beginnt im Mund! Da unsere Praxis vor allem auch auf Umweltzahnmedizin spezialisiert ist, wird das Ölziehen auch bei uns genau erklärt und vor allem bei Zahnfleischerkrankungen empfohlen und praktiziert. Wie funktioniert nun dieses Ölziehen genau?

Es reicht ein Esslöffel Öl aus, den man morgens auf nüchternen Magen und nach dem Zähneputzen in den Mund nimmt. Ein ständiges Hin- und -herziehen mit dem Öl entfernt Bakterien und deren Giftstoffe und bindet diese im Öl. Möchte man zwischendrin Gurgeln oder Spülen, kann man das Öl auch zwischendurch ausspucken und einen neuen Löffel nehmen. Diese Prozedur kann man so lange machen wie man möchte, eine Minute sollte sie aber schon mindestens dauern. Am Ende spuckt man das Öl aus und spült mit warmen Wasser den Mund nochmals aus.

Welches Öl ist dafür geeignet? Es sollte sortenrein, ohne Zusätze und kaltgepresst sein. Am besten ist Kokosöl geeignet. Palmenöl ist auch gut, sollte aber wegen der dafür meist notwendigen Abholzung der Regenwälder nicht gekauft werden. Der positive Effekt, den Kokosöl auf unsere Gesundheit haben soll, wird auf die große Menge der darin enthaltenen Laurinsäure zurückgeführt, die 45 bis 50 Prozent der Inhaltsstoffe ausmacht. Über die Laurinsäure und ihre Eigenschaften wird seit den 60er Jahren geforscht. Wissenschaftlich bestätigt ist ihre antimikrobielle Wirkung. So schaffen es die mittelkettigen Fettsäuren zum Beispiel, Viren außer Kraft zu setzen, indem sie deren äußere Membran aus Lipiden unterbrechen und damit zerstören. Das Innere wird freigesetzt, und das Virus geht zugrunde, indem es sich quasi auflöst.

Genau diese Wirkung gegen Viren, Mikroben, (Hefe-)Pilze, Bakterien & Co. macht die Laurinsäure aus.  Erst im menschlichen Körper entfaltet die Laurinsäure ihre Wirkung, weil sie dort in ihre Bestandteile aufgespalten wird. Auch verringert das Öl als solches scheinbar die bakterielle Neubesiedlung an den Zahnoberflächen

Aktuelle klinische Studien belegen eine signifikante Wirkung des Ölziehens auf die Mundgesundheit. So konnte nachgewiesen werden, dass bei Probanden, die Kokosöl in Ihre tägliche Mundhygiene einbezogen hatten, sich die Anzahl an bakteriellen Belägen und Zahnfleischentzündungen um bis zu 50 Prozent verringert hatte. Dazu schreiben die Autoren, dass mit einer Verbesserung der Gingivitis um 50 Prozent ähnliche Erfolgsquoten erzielt wurden, wie bei einer Behandlung mit Chlorhexidin. Sie sprechen sich dadurch für das Ölziehen aus. Die üblichen Nebenwirkungen einer längeren Chlorhexidinbehandlung können dadurch vermieden werden. Wie zum Beispiel eine Beeinflussung des Geschmackempfindens oder einer Verfärbung der Zähne. Die Schleimhäute leiden außerdem nicht unter der Behandlung, sondern werden zusätzlich gepflegt.

Das Ölziehen mit Kokosöl ist eine erschwingliche und simple Methode, eine Gingivitis zu behandeln und eine gute Mundgesundheit beizubehalten. Daher ist sie eindeutig zu empfehlen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Amabrush – Was kann die neue Super Zahnbürste?

Vielen fällt es schwer regelmäßig und vor allem gründlich ihre Zähne zu putzen. Viele denken sich beim Zähne Putzen: „wann ist diese lästige Prozedur endlich vorbei?“ UND das ist schon der erste und entscheidende Fehler beim Putzen. Man sollte nicht solche Gedanken haben, denn dann geht zum einen die Zeit gar nicht vorbei und zum anderen putzt man automatisch schlecht. Wenn Sie hingegen konzentriert die Zähne putzen, genau darauf achten wo Sie schon überall geputzt haben und wo Sie noch putzen müssen, sind ganz schnell 2-3 Minuten rum ohne dass Sie sich geärgert oder gelangweilt haben!

Wem diese 2-3 Minuten aber immer noch zu lang sind, wer schon ein Leben lang davon geträumt hat absolut saubere Zähne nach 10 Sekunden putzen zu haben, dem kann vielleicht jetzt geholfen werden.

Denn ein Start-up Unternehmen gegründet von dem jungen Österreicher Marvin Musialek, prophezeit eine anstehende Zahnputz-Revolution. Der Jungunternehmer stellte sich vor einiger Zeit beim Zähneputzen die Frage: „warum gibt es schon selbstfahrende Autos, aber die Zähne müssen noch wie eh und je von Hand geputzt werden?“

Mit einem Team aus Zahnärzten, Biomedizin- und Elektroingenieuren und einem Psychologen begann die Entwicklung mehrerer Prototypen. Jetzt, drei Jahre später, steht die sogenannte  Amabrush (I’m a brush)  vor der Markteinführung. Der Gebrauch soll einfach sein. Das Mundstück besteht aus antibakteriellem Silikon und hat Ähnlichkeit mit einer Zahnspange. Wenn es in den Mund geschoben wird, umschließen die an beiden Seiten angebrachten kleinen Borsten, die in einem 45-Grad-Winkel zum Zahnfleischrand stehen, alle Zähne. Sämtliche Kiefer-Größen werden durch das flexible Material ausgeglichen.

Zum Putzen wird das Mundstück mit einem rundlichen Handstück, in dem die Technologie steckt, per Magnet verbunden. Vom Handstück gehen die Vibrationen aus, die die kleinen Bürsten in Schwingung versetzen.Der Einsatz der Zahnbürste dauert nur zehn Sekunden, es werden nämlich alle Zähne gleichzeitig geputzt. Zehn Sekunden klingt kurz, soll aber laut Amabrush viel effizienter sein als bisher. Geht man davon aus, dass jemand alle 32 Zähne hat und diese 120 Sekunden lang putzt (manuell oder elektrisch), kommen auf jede der drei frei zugänglichen Zahnoberflächen 1,25 Sekunden. Beim zehn sekündigen Einsatz mit Amabrush hingegen kommt jede Zahnoberfläche achtmal länger dran. Würde man jede Zahnoberfläche genauso lang mit der Handzahnbürste putzen, würde man 16 (!) Minuten benötigen! Klingt zunächst einmal, auch für einen Zahnarzt wie mich, wirklich revolutionär!

Die ersten Auslieferungen sollen im Dezember 2017 erfolgen. Erst dann werden auch die ersten großen, klinischen Studien der Universitätskliniken beginnen können, um die wirkliche Putzeffektivität beurteilen zu können. Erst dann wird man sicher sagen können, ob der Hype um diese neue Superzahnbürste gerechtfertigt war und ist, oder ob es nur ein Hoffnungsschimmer für all die Putzmuffel da draußen war. Mit Sicherheit werde ich die Amabrush aber selbst ausprobieren und werde dann berichten. Es bleibt also spannend!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, fragen Sie die Zahnärzte von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Der Zahnarzt in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten

 

Der Austausch von Wissen, Meinungen und Erfahrungen unter Zahnärzten ist enorm wichtig und sorgt für eine bessere Behandlung des einzelnen Patienten. Daher arbeiten wir von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis mit voller Leidenschaft für Ihre perfekte Behandlung!

Aber wie sieht im Berufsalltag der Austausch mit anderen Fachärzten aus? Mit welchen hat man am meisten zu tun und mit welchen rechnet der Patient überhaupt nicht? Natürlich arbeitet der Zahnarzt eng mit Kieferorthopäden und Kieferchirurgen zusammen. Aber darum soll es bei diesem Artikel nicht gehen.

Selbstverständlich hat der Zahnarzt sehr viel mit dem Hausarzt mancher Patienten zu tun. Meist geht es um Informationen zu Allgemeinerkrankungen. Blutererkrankungen und Soffwechselerkrankungen wie Diabetes spielen dort eine große Rolle. Entfernt der Zahnarzt zum Beispiel einen Zahn und der Patient hat eine schlechte Blutgerinnung kann das fatale Folgen haben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel auch zu wissen, ob ein Patient momentan eine medikamentöse Tumortherapie zu sich nimmt. Manche dieser Chemotherapeutika sorgen als  Nebenwirkung dafür, dass Extraktionswunden nicht verheilen und der Kieferknochen abstirbt. Der Hausarzt ist meist genau über die aktuelle Medikamenteneinnahme des Patienten informiert.

Der Zahnarzt ist der Facharzt, der statistisch am häufigsten Patienten zu Gesicht bekommt. Und das Gesicht ist ein gutes Stichwort, denn im alltäglichen Umgang mit Patienten sieht man dem Patienten natürlich auch ins Gesicht. Und dort offenbaren sich dem Behandler dann doch einige Hautauffälligkeiten, die einer Abklärung mit dem Hautarzt bedürfen. Semimaligne Hauttumore wie zum Beispiel das Basaliom werden häufig zunächst vom behandelnden Zahnarzt angesprochen, lange bevor der Patient sich überhaupt etwas dabei gedacht hätte. Auch wenn es um Abklärung anderer Schleimhautauffälligkeiten in der Mundhöhle geht, ist der Dermatologe ein wichtiger Ansprechpartner des Zahnarztes.

Der Physiotherapeut hat auch häufig mit dem Zahnarzt zu tun. Wenn es darum geht Kiefergelenkerkrankungen und Symptome zu therapieren, ist eine enge Absprache unerlässlich. Häufig kommen Patienten zuerst über den Orthopäden zum Physiotherapeuten und anschließend zum Zahnarzt.

Einen ähnlichen Weg gehen Patienten auch sehr häufig über einen Facharzt, der fast die meisten Berührungspunkte mit der Zahnheilkunde hat: der Hals-Nasen-Ohren Arzt. Eine erfahrener HNO-Arzt schickt einen Patienten mit Ohrenstechen, die keine HNO-Ursache haben zum Zahnarzt! Warum? Meist werden solche Symptome vom Zähnepressen oder Knirschen verursacht, ohne dass der Patient auch nur eine kleine Vermutung hat. Das Kiefergelenk sitzt direkt vor dem knöchernen Gehörgang und sorgt bei Überbeanspruchung zu Schmerzsymptomen, die vom Patienten dem Ohr zugeordnet werden. Mit einer einstellbaren Knirscherschiene sind Ohrenschmerzen meist bald kein Thema mehr.

Auch kommen Patienten häufig vom HNO-Arzt wenn sie meinen sie hätten eine Nasennebenhöhlenentzündung wegen einer vergangenen Erkältung. Diese sei so hartnäckig und möchte gar nicht abklingen. Erst der HNO-Arzt klärt die Patienten korrekt auf, dass die Ursache Ihrer Nasennebenhöhlenentzündung nicht von der Nase kommt, sondern vermutlich von einem entzündeten Backenzahn im Oberkiefer. Nach einer erfolgreichen Wurzelbehandlung klingen die Symptome meist schnell ab.

Das waren jetzt nur einige Beispiele mit welchen interdisziplinären Zusammenhängen es der Zahnarzt von heute im Alltag zu tun hat. Der Austausch von Wissen, Meinungen und Erfahrungen ist dabei enorm wichtig, denn es kommt der Gesundheit des Patienten zu Gute!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas