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Wieviel Fluorid braucht mein Kind?

6th November 2014 | Anita | Blog

Fluoridierung bei Kindern

Heutzutage ist wissenschaftlich sicher belegt, dass Fluoride eine Karies schützende Wirkung auf
Zähne haben. Im Praxisalltag ist man häufiger Fragen von jungen Eltern ausgesetzt, die sich um
das Thema Fluorid drehen. Wieviel Fluorid braucht mein Kind und was ist die beste Anwendung?
Die aktuelle Empfehlung der deutschen Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde (2013) gibt hierzu einen Überblick.
So dachte man früher, dass das Fluorid dann am schützenden sei wenn es vor dem
Zahndurchbruch vom Körper in die Zahnoberfläche eingebaut werde. So ist aber heute
wissenschaftlich sicher belegt, dass der kariesschützende Effekt vornehmlich durch direkten
Kontakt von Fluorid zu der Zahnoberfläche, also in der Mundhöhle und nach dem Zahndurchbruch
entsteht. Daher verschreiben Kinderärzte, die einem veralteten Wissenstand folgen, im Zuge der
sogenannten “Rachitis Prophylaxe” gerne “Fluoretten” Tabletten. Bei der Rachitis Prophylaxe geht
es darum, eine knöcherne Wachstumsstörung bei Säuglingen vorzubeugen, in dem man
ausreichend Vitamin D den Säuglingen verabreicht. “Fluoretten” beinhalten Vitamin D und Fluorid.
Früher glaubte man, dass zusätzliches Fluorid den Knochen und den Zähnen nutzen würde. Heute
weiß man, dass zu viel Fluorid in den “Fluoretten” eher zu Schäden wie die sogenannte Fluorose
an den bleibenden Zähnen führt. Daher empfehlen Zahnärzte bei Säuglingen eine Rachitis
Prophylaxe ausschließlich mit Vitamin D, aber ohne Flourid. Das Präparat der Wahl der
Kinderärzte sollte hierbei “Vigantoletten” Tabletten sein. Machen Sie Ihren Kinderarzt darauf
aufmerksam.
Wie kann ich meinem Kind den besten Kariesschutz bieten? Ab dem Durchbruch des ersten
Milchzahnes im Alter von ca. 6 Monaten bis zum Durchbruch des ersten bleibenden Zahnes im
Alter von ca. 6 Jahren sollte Zahnpasta mit einer niedrigen Fluoridkonzentration (0,05% Fluorid =
500 ppm) verwendet werden. Hierzu stellt der Handel geeignete Kinderzahnpasten zur Verfügung.
Bis zum zweiten Geburtstag sollte einmal, danach zweimal täglich geputzt werden. Ab dem 6.
Geburtstag kann man mit einer Erwachsenenzahnpasta (0,1-0.15% Fluorid = 1000-1500 ppm)
zweimal am Tag reinigen. Da Kleinkinder bis vier Jahre noch nicht richtig ausspucken können,
verschlucken sie einen Teil der Zahnpasta. Das ist nicht weiter tragisch. Bis zum 6. Geburtstag
sollte eine erbsengroße Menge Zahnpasta auf die Zahnbürste aufgetragen werden. Neben der
Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta sollte im Haushalt fluoridhaltiges Speisesalz zum
Kochen und Backen genutzt werden.
Neben der häuslichen Zahnpflege kann der Zahnarzt bei Bedarf weitere Fluoridierungsmaßnahmen
empfehlen. Diese können fluoridhaltige Gele, Lacke oder Spülungen sein.
Neben den angesprochen kariespräventiven Maßnahmen ist eine regelmäßige (jedes halbe Jahr)
Kontrolluntersuchung bei Ihrem Zahnarzt notwendig, damit beginnende Kariesstellen rechtzeitig
behandelt werden können. Kleinkinder sollte man ab dem ersten Geburtstag spielerisch an den
Besuch beim Zahnarzt gewöhnen.
Sollten Sie weitere Fragen haben, bitten wir Sie den fachkundigen Rat bei Ihrer Zahnärztin/Ihrem
Zahnarzt in der Gemeinschaftspraxis Dr. Tanja Trapper und Dr. Rüdiger Aplas zu suchen.

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

 

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