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Wenn Babys zahnen.

24th März 2016 | Dr Aplas | Blog

Als Zahnarzt und Vater einer sieben Monate alten Tochter ist es mir ein besonderes Anliegen über zahnende Babies zu schreiben. Da hat man als junge Eltern die meist etwas turbulenteren ersten drei Lebensmonate hinter sich gebracht, da sieht man sich ab etwa einem halben Jahr neuen Herausforderungen konfrontiert: Dem Zahnen!

Das erste Zähnchen ist etwas Besonderes und wird mit Freude erwartet. Fast immer erscheint im Alter von sechs bis zehn Monaten ein mittlerer Schneidezahn im Unterkiefer. Diese aufregende Zeit für Eltern und Sprösslinge beginnt häufig damit, dass das Kind unruhig wird und weniger isst, häufig am Nöhlen oder Weinen ist oder sogar leicht fiebrig wird. Der Speichel fließt meist in Strömen. Beim Zahnen entsteht ein sehr unangenehmes Spannungsgefühl im Kiefer, sodass Babies alles mögliche in den Mund nehmen, um etwas Linderung zu erfahren. Gelegentlich treten an der Zahndurchbruchstelle Schwellungen und Rötungen auf. Ist das Baby zudem leicht fiebrig sollte man auch den Kinderarzt zu Rate ziehen, um sicher zu sein, dass keine anderen Ursachen vorliegen.

Wie kann man jetzt seinem Sprössling helfen, gut durch diese schwere Zeit zu kommen? Das aller Wichtigste wie immer im Umgang mit Kindern ist natürlich Verständnis und Geduld zu haben. Wenn Ihr Kind weint, nehmen Sie es in den Arm und trösten Sie es. Sollte dies keine große Linderung bringen und Sie sind am Ende Ihrer Kräfte angelangt, hat die Industrie probate Mittel entwickelt, die das Zahnen erleichtern sollen.  Das häufigste empfohlene Medikament, ist das Zahnungsgel Dentinox. Dieses wird auf den zahnlosen Kiefer aufgetragen und wirkt Schmerzstillend, Entzündungshemmend und Wundheilungsfördernd. Bei vorkommenden Fieber, welches sicher im Zusammenhang mit dem Zahnen diagnostiziert wurde, kann man auch Fieberzäpfchen verabreichen (Paracetamol). Wie immer gilt bei diesen Produkten: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Meist aber benötigt man als junge Eltern diese beiden Medikamente gar nicht. Homöopathische Mittelchen aus der Apotheke können helfen. Sehr gute und einfache Linderung verschaffen aber schon beispielsweise Beißringe aus künstlichen Material. Auch Naturprodukte eignen sich sehr gut als so genanntes Zahnbeiß. Wie zum Beispiel  geschälte und im Kühlschrank aufbewahrte Mohrrüben. Eine altbewährte Zahnhilfe ist auch die Veilchenwurzel, die aus dem Rhizom der Schwertlilie gewonnen und an einem Bändchen befestigt wird. Diese Beißwurzel enthält schmerzlindernde Inhaltsstoffe, die freigesetzt werden, wenn das Baby drauf kaut. Wichtig ist hierbei die Veilchenwurzel regelmäßig in kochendes Wasser zu legen um Keime und Bakterien zu vernichten.

Aber ganz egal welche Möglichkeiten Sie anwenden werden, ich hoffe Sie und vor allem Ihr Kind kommen gut und meist schmerzfrei durch diese unruhige Zeit.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. R. Aplas

2 Comments

Niemczyk 8:40 am - 13th September:

Mein sohn hat npch mehr Probleme beim zahnen als üblich dentinox,Zäpfchen und beissringe bringen nix und ich denke die Veilchen Wurzel wird er auch verweigern er ist jetzt 14monate alt .

Dr Aplas 9:34 am - 13th September:

Hallo,
Oh ja, das tut mir leid. Die Veilchenwurzel können Sie gern nochmal versuchen. Auch können Sie gerne Globuli versuchen. Generell helfen Nurofenzäpfchen in der Regel.
Viel Geduld und Gelassenheit wünsche ich.
Grüße

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