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Sommerzeit ist Aphtenzeit!

31st Juli 2016 | Dr Aplas | Blog

CC BY-SA 3.0

Sommerzeit ist Aphtenzeit!

Als Zahnarzt bekommt man allerlei Mundschleimhaut- oder Zahnfleischerkrankungen zu Gesicht. Viele davon sind sehr schwerwiegend, manche davon aber auch harmlos aber sehr schmerzhaft! Dazu gehören die Aphten! 

Mehrmals im Jahr kommen Patienten in die Praxis, die über eine meist winzigkleine aber sehr schmerzhafte Stelle im Mund klagen und darin die eigenen Zähne als Ursache sehen. Aber weit gefehlt! Aphten, das ist sicher, haben mit den Zähnen gar nichts zu tun! Vielmehr aber, weiß man über diese fiesen, schmerzhaften Stellen auch nicht. Sie sind meist wenige Millimeter groß und kreisrund. Sie haben einen geröteten Saum und mittig eine weiße Fläche. Wenn man eine Aphte unter dem Mikroskop untersucht, ist es nichts anderes als eine infizierte Stelle der Schleimhaut, in der mittig die Schleimhautzellen abgestorben sind. Man nennt das auch Ulkus.

Wie entsteht eine Aphte? Genau das weiß man auch heute nicht genau. In der Vergangenheit hat man nach vielen Ursachen gesucht, aber bis heute keine Antworten bekommen. Diese kleinen Stellen werden nicht von Bakterien oder Viren verursacht. Was man weiß ist, dass mehrere Gründe eine Rolle spielen: Sie treten familiär gehäuft auf, Frauen sind stärker betroffen als Männer und im Sommer sind mehr Aphten festzustellen als im Winter. Warum das so ist, weiß man nicht. Weiter konnte man feststellen, dass Menschen mit entzündlichen Darmerkrankungen oder einer Glutenunverträglichkeit gehäuft von Aphten betroffen sind. Diskutiert werden aber auch der Mangel an gewissen Nahrungsmitteln wie Vitaminen oder Eisen. Auch spezielle Nahrungsmittel werden als Auslöser vermutet.

Ich persönlich, der auch mehrmals im Jahr von einer Aphte im Mund heimgesucht wird, favorisiert aufgrund von Patientengesprächen und persönlichen Erfahrungen jedoch die letzte Möglichkeit als Ursache: die der Mikroverletzung in Kombination mit Zahnpasta. In der Wissenschaft wird genau auch dies beschrieben! Das Natriumlaurylsulfat (SLS), welches sehr oft in Zahnpasten zu finden ist, soll eine chemische Irritation der Mundschleimhaut bewirken, genau an den Stellen, die zuvor verletzt worden sind. Wie verletzt man sich im Mund? Das können Nahrungsmittel wie harte Brotrinden sein. Meistens verletzt man sich jedoch unbemerkt mit der Zahnbürste. Vor allem wenn diese NEU ist! In Patientengesprächen als auch durch persönliche Erfahrungen konnte ich genau das feststellen. In den meisten Fällen, wurde kurz vor der Aphte die Zahnbürste gewechselt. Ob die Aphte auch ohne SLS entstanden wäre, gilt es herauszufinden.

Was kann man tun, wenn man von einer Aphte betroffen ist? Fast nichts! Man sollte geduldig zwei bis drei Wochen abwarten, in der der Ulkus von alleine wieder abheilt. In dieser Zeit sollte man die schmerzhafte Stelle schonen und ggf. mit einer schmerzstillenden Salbe behandeln. Schneller abheilen wird es dadurch aber nicht.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie Ihre Zahnärzte von der Zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

2 Comments

Chris von Mahs 3:50 pm - 2nd Dezember:

Hallo Herr Dr. Aplas,
ich bin ein Freund von Tanja und leider auch des öfteren von diesen fiesen Aphten betoffen. Ich habe festgestellt, dass ich diese oft im Sommer nach übermässigem Genuss von Knoblauch (roh) z.B in recht scharfem Zaziki bekomme. Einen beweis gibt es dafür allerdings nicht. Was tatsächlich hilft ist Salviathymol. 3 Tropfen auf ein Wattestäbchen und direkt auf die Aphte ca. 2-3 Minuten lang.. Brennt höllisch aber 2-3 mal am Tag und nach 3-5 Tagen ist es vorbei. Früher hat es wie sie richtig sagen 2-3 Wochen gedauert.
Gruß
Chris von Mahs

Dr Aplas 4:21 pm - 2nd Dezember:

Hallo Herr von Mahs,

Danke für den Tipp! An den Selbstexperimenten lässt sich zeigen, dass scharfe oder ähnliche Substanzen in gewissen Speisen eine solche Aphte auslösen kann! Eine Aphte ist ja nichts anderes als eine kleine offenliegende, infizierte Wunde an der Mundschleimhaut. Mit dem Salviathymol und den darin enthaltenden ätherischen Ölen desinfiziert man die Wunde sozusagen und diese kann schneller abheilen.

Grüße

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