Der Zahnarzt in Zusammenarbeit mit anderen Fachärzten

 

Der Austausch von Wissen, Meinungen und Erfahrungen unter Zahnärzten ist enorm wichtig und sorgt für eine bessere Behandlung des einzelnen Patienten. Daher arbeiten wir von der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis mit voller Leidenschaft für Ihre perfekte Behandlung!

Aber wie sieht im Berufsalltag der Austausch mit anderen Fachärzten aus? Mit welchen hat man am meisten zu tun und mit welchen rechnet der Patient überhaupt nicht? Natürlich arbeitet der Zahnarzt eng mit Kieferorthopäden und Kieferchirurgen zusammen. Aber darum soll es bei diesem Artikel nicht gehen.

Selbstverständlich hat der Zahnarzt sehr viel mit dem Hausarzt mancher Patienten zu tun. Meist geht es um Informationen zu Allgemeinerkrankungen. Blutererkrankungen und Soffwechselerkrankungen wie Diabetes spielen dort eine große Rolle. Entfernt der Zahnarzt zum Beispiel einen Zahn und der Patient hat eine schlechte Blutgerinnung kann das fatale Folgen haben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel auch zu wissen, ob ein Patient momentan eine medikamentöse Tumortherapie zu sich nimmt. Manche dieser Chemotherapeutika sorgen als  Nebenwirkung dafür, dass Extraktionswunden nicht verheilen und der Kieferknochen abstirbt. Der Hausarzt ist meist genau über die aktuelle Medikamenteneinnahme des Patienten informiert.

Der Zahnarzt ist der Facharzt, der statistisch am häufigsten Patienten zu Gesicht bekommt. Und das Gesicht ist ein gutes Stichwort, denn im alltäglichen Umgang mit Patienten sieht man dem Patienten natürlich auch ins Gesicht. Und dort offenbaren sich dem Behandler dann doch einige Hautauffälligkeiten, die einer Abklärung mit dem Hautarzt bedürfen. Semimaligne Hauttumore wie zum Beispiel das Basaliom werden häufig zunächst vom behandelnden Zahnarzt angesprochen, lange bevor der Patient sich überhaupt etwas dabei gedacht hätte. Auch wenn es um Abklärung anderer Schleimhautauffälligkeiten in der Mundhöhle geht, ist der Dermatologe ein wichtiger Ansprechpartner des Zahnarztes.

Der Physiotherapeut hat auch häufig mit dem Zahnarzt zu tun. Wenn es darum geht Kiefergelenkerkrankungen und Symptome zu therapieren, ist eine enge Absprache unerlässlich. Häufig kommen Patienten zuerst über den Orthopäden zum Physiotherapeuten und anschließend zum Zahnarzt.

Einen ähnlichen Weg gehen Patienten auch sehr häufig über einen Facharzt, der fast die meisten Berührungspunkte mit der Zahnheilkunde hat: der Hals-Nasen-Ohren Arzt. Eine erfahrener HNO-Arzt schickt einen Patienten mit Ohrenstechen, die keine HNO-Ursache haben zum Zahnarzt! Warum? Meist werden solche Symptome vom Zähnepressen oder Knirschen verursacht, ohne dass der Patient auch nur eine kleine Vermutung hat. Das Kiefergelenk sitzt direkt vor dem knöchernen Gehörgang und sorgt bei Überbeanspruchung zu Schmerzsymptomen, die vom Patienten dem Ohr zugeordnet werden. Mit einer einstellbaren Knirscherschiene sind Ohrenschmerzen meist bald kein Thema mehr.

Auch kommen Patienten häufig vom HNO-Arzt wenn sie meinen sie hätten eine Nasennebenhöhlenentzündung wegen einer vergangenen Erkältung. Diese sei so hartnäckig und möchte gar nicht abklingen. Erst der HNO-Arzt klärt die Patienten korrekt auf, dass die Ursache Ihrer Nasennebenhöhlenentzündung nicht von der Nase kommt, sondern vermutlich von einem entzündeten Backenzahn im Oberkiefer. Nach einer erfolgreichen Wurzelbehandlung klingen die Symptome meist schnell ab.

Das waren jetzt nur einige Beispiele mit welchen interdisziplinären Zusammenhängen es der Zahnarzt von heute im Alltag zu tun hat. Der Austausch von Wissen, Meinungen und Erfahrungen ist dabei enorm wichtig, denn es kommt der Gesundheit des Patienten zu Gute!

Wenn Sie noch Fragen zu diesem oder anderen Themen haben, zögern Sie nicht und fragen Sie die Zahnärzte der zahnärztlichen Gemeinschaftspraxis Dr. Trapper & Dr. Aplas.

Bleiben Sie gesund,

Ihr Dr. Rüdiger Aplas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.